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Dehoga fordert Schutz für Minijobs und Arbeitszeitreform

Der Dehoga warnt vor steigenden Kosten für Minijobs und fordert die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wochenarbeitszeit umzusetzen. Nach Berechnungen des Verbandes könnten die Arbeitgeberabgaben für gewerbliche Minijobs von derzeit 31 auf bis zu 42 Prozent des Lohns steigen.

Minijobs spielen nach Angaben des Dehoga im Gastgewerbe vor allem bei Einsätzen am Abend, am Wochenende und bei Veranstaltungen eine Rolle. Der Verband verweist auf Daten der Minijob-Zentrale, wonach nur für 5,3 Prozent der Minijobber ein Wechsel in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung infrage komme. Der Verband sieht durch beschlossene und geplante Belastungen das Beschäftigungsmodell gefährdet. Rund sieben Millionen Menschen hätten sich für einen Minijob entschieden. 95 Prozent von ihnen gingen einer Hauptbeschäftigung nach oder seien Schüler, Studenten oder Rentner.

Der Dehoga plädiert für eine Wochenarbeitszeit

Daneben drängt der Dehoga auf die im Koalitionsvertrag vereinbarte Wochenarbeitszeit. Dadurch sollen Beschäftigte an einzelnen Tagen länger arbeiten können, wenn sie dafür an anderen Tagen weniger arbeiten oder freihaben.

"Der Handlungsdruck wächst. Seit einem Jahr warten die Betriebe auf die Umsetzung zentraler wirtschaftspolitischer Zusagen der Bundesregierung", sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick.