News für die Hotellerie

Fast jedes zweite deutsche Hotelzimmer gehört zu einer Kette

Der Anteil der Kettenhotels am deutschen Zimmerangebot ist binnen eines Jahres von 43 auf 45,5 Prozent gestiegen. Laut dem aktuellen Hotelkettenreport von Horwath HTL zählen inzwischen rund 3.200 Hotels mit 440.000 Zimmern zu einer Kette. Während die Zahl der Hotels insgesamt nahezu stagniert, wachsen die Ketten weiter. Marktführer bleibt Accor vor IHG und Marriott.

Die Zahl der Kettenhotels in Deutschland stieg laut dem DACH Hotels & Chains Report 2026 um fünf Prozent auf 3.216. Ihr Zimmerangebot wuchs ebenfalls um fünf Prozent auf 440.231. Insgesamt zählt der deutsche Markt 28.443 Hotels mit knapp 969.000 Zimmern. Damit gehören zwar nur 11,3 Prozent aller Hotels zu einer Kette, auf sie entfallen jedoch fast die Hälfte der Zimmer. Die Zahlen beziehen sich auf Ende Juni 2026.

Accor bleibt Marktführer

Mit 43.254 Zimmern in 296 Hotels führt Accor das Ranking der Hotelgruppen an, obwohl das Zimmerangebot gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent schrumpfte. Dahinter folgen IHG mit 33.488 Zimmern und Marriott mit 28.054. Beide Gruppen verzeichneten Zuwächse von acht beziehungsweise zehn Prozent.

Unter den einzelnen Hotelmarken liegt B&B Hotels mit 24.827 Zimmern vorn, gefolgt von Motel One mit 17.938 und Trademark Collection by Wyndham mit 13.217 Zimmern. Besonders stark legte Premier Inn zu. Die Marke vergrößerte ihr Zimmerangebot um 18 Prozent auf 12.760.

Deutsche Hotelgruppen entwickeln sich unterschiedlich

Unter den deutschen Hotelgruppen liegt Motel One mit 19.655 Zimmern an der Spitze, gefolgt von H World mit 13.947 und H-Hotels mit 8.666 Zimmern. Während Motel One um fünf Prozent zulegte, stagnierte Dorint mit 8.224 Zimmern. Deutlich stärker wuchsen kleinere Anbieter wie Plaza Hotelgroup, deren Zimmerangebot um 56 Prozent auf 6.536 stieg. Auch Dormero verzeichnete mit einem Plus von 18 Prozent ein kräftiges Wachstum.

Der Report zeigt damit, dass die Expansion der Ketten keineswegs gleichmäßig verläuft. Während einige etablierte Gruppen Zimmer verlieren, gewinnen andere durch Übernahmen, neue Markenpartnerschaften und die Umstellung bestehender Hotels auf ihre Marken an Größe. Gerade diese Umwandlungen spielen laut Horwath HTL derzeit eine größere Rolle als Neubauten.