Booking beabsichtigt, mehr über die Funktionsweise seiner Programme offenzulegen. Für die Programme Genius, Preferred und Preferred Plus sollen Teilnahmevoraussetzungen, Leistungsbewertung sowie Regeln für Aussetzung und Beendigung transparenter werden. Bei Booking-Sponsored-Benefit sollen externe Preise nicht mehr als Aktivierungskriterium dienen.
IHA sieht Bookings Ausführungen als Ergebnis von Druck und Regulierung
Warnecke führt die Änderungen auf den Digital Markets Act, ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs und die Arbeit der Hotelverbände zurück. Von einem Entgegenkommen des Portals könne daher keine Rede sein. Anlass zur Vorsicht sieht der Verband wegen früherer Erfahrungen. Booking habe bereits 2024 angekündigt, Paritätsverweise aus den Bedingungen für den Europäischen Wirtschaftsraum zu entfernen. 2025 habe die IHA dennoch entsprechende Klauseln in Bedingungen des Preferred Programms gefunden und sich bei der EU‑Kommission darüber beschwert.
Der IHA rät den Hotels zum Nachrechnen
Warnecke empfiehlt Hotels, ihre Preissetzungsfreiheit zu nutzen und die beste Rate im Direktvertrieb anzubieten. Zudem sollten sie die Kosten von Genius, Preferred und Sponsored Benefits samt Rabatten und Zahlungsabwicklung prüfen. Mögliche Nachteile nach Preisabweichungen sollten Hotels dokumentieren.
Offen bleiben laut IHA Fragen zum Zugang der "hoteleigenen" Daten, die bei Booking gespeichert sind, zu Zahlungsdiensten (Kopplungszwang zu den Zahlungsdiensten des Gatekeepers) und zum Multisourcing. Auch das Programm Genius sieht der Verband kritisch, weil die Teilnahme das Ranking beeinflussen kann.
