News für die Hotellerie

Investitionen in Hotelimmobilien gehen deutlich zurück

Das Investitionsvolumen auf dem deutschen Hotelimmobilienmarkt ist in den ersten neun Monaten 2026 um gut 27 Prozent auf rund eine Milliarde Euro gesunken. Laut BNP Paribas Real Estate fehlen vor allem größere Transaktionen. Gleichzeitig wurden 27 Prozent mehr Verkäufe abgeschlossen als im Vorjahreszeitraum. Der Markt konzentriert sich zunehmend auf kleinere Objekte.

Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei Transaktionen über 50 Millionen Euro. In diesem Segment sank das Verkaufsvolumen um knapp 65 Prozent. Bei Transaktionen unter 50 Millionen Euro stieg das Investitionsvolumen dagegen in allen Größenklassen um jeweils rund 30 Prozent. Zu den größeren Abschlüssen gehörten der Verkauf von elf Pentahotels, davon sechs in Deutschland, sowie das Intercity Hotel in Frankfurt und das Excelsior Hotel in München.

Ausländische Investoren steuerten rund 500 Millionen Euro zum Transaktionsvolumen bei. Ihr Marktanteil lag damit bei gut 48 Prozent.

Auch in den Großstädten sinkt das Volumen

In den sieben größten deutschen Hotelmärkten wurden mehr als 20 Transaktionen abgeschlossen. Das Investitionsvolumen ging dennoch um knapp 37 Prozent auf 508 Millionen Euro zurück. BNP führt dies auf fehlende Großabschlüsse zurück. Das Angebot an hochwertigen Objekten sei begrenzt, zudem seien die Ankaufsprozesse aufwendig.

Bei Hotelkäufen achten Investoren laut BNP vor allem auf Betreiber, Konzept und Wirtschaftlichkeit. Standort und Objektqualität beeinflussen erst danach den Preis. Das höchste Investitionsvolumen verzeichnete Berlin mit 186 Millionen Euro vor München (131 Millionen) und Frankfurt (95 Millionen).

Für das Gesamtjahr erwartet das Immobilienberatungsunternehmen ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro. Mehrere laufende Verkaufsprozesse, darunter auch größere Objekte im Bereich von 100 Millionen Euro, könnten das Investitionsvolumen im vierten Quartal noch steigern.