Die Messewirtschaft sieht sich nach der Erholung der vergangenen Jahre mit neuen Belastungen konfrontiert. Laut dem AUMA-Veranstalter-Ausblick 2026/2027 erwarten 53 Prozent der Befragten, dass sich deutsche Messen mindestens so gut entwickeln wie internationale Wettbewerber. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 66 Prozent. Gleichzeitig überwiegt bei vielen Veranstaltern inzwischen die Zurückhaltung.
Schwache Konjunktur dämpft die Nachfrage
93 Prozent der Befragten sehen die wirtschaftliche Lage vieler Aussteller als großes Problem. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten und steigende Reisekosten. Mehr als ein Drittel der Veranstalter berichtet bereits von negativen Auswirkungen auf internationale Besucherzahlen. Die Branche rechnet deshalb mit einem höheren Rechtfertigungsdruck für Messebeteiligungen und Geschäftsreisen.
Die Messeveranstalter setzen auf Erlebnis und Begegnung
Trotz der Herausforderungen halten die Veranstalter an Präsenzformaten fest. Als wichtige Trends gelten neue Messeformate, Eventisierung und Community-Konzepte. Ziel ist es, den Nutzen und die Attraktivität von Messen für Besucher und Aussteller zu stärken. Für Hotels bleibt das Messegeschäft damit ein wichtiger Treiber für Übernachtungen, auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger geworden sind.
Steigende Kosten prägen die Planung
94 Prozent der befragten Messeveranstalter betrachten Kostensteigerungen als starke oder sehr starke Herausforderung. Dazu zählen Ausgaben für Energie, Dienstleistungen, Logistik und Unterkünfte. Für Hotels an Messestandorten ist das eine doppelte Entwicklung: Einerseits bleiben Messen ein wichtiger Nachfragefaktor, andererseits wächst der Druck auf Aussteller und Besucher, ihre Reisekosten zu begrenzen.
