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Tobias Woitendorf wird Leiter Expansion bei Karls Erdbeerdorf

Tobias Woitendorf (Foto), der frühere Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, hat die Position als Leiter Expansion und Karls-Botschafter beim Freizeitunternehmen Karls Erdbeerdorf übernommen. Woitendorf soll deutschlandweit neue Standorte für das wachsende Erlebnis-Dorf-Netz erschließen und Firmenchef Robert Dahl bei repräsentativen Anlässen vertreten.

Tobias Woitendorf fungiert bei der Karls Tourismus GmbH als Leiter Expansion und und zusätzlich als Botschafter des Unternehmens. Das bestätigte Woitendorf gegenüber Reise vor9 und Hotel vor9. Unternehmenschef Robert Dahl sagte der Ostsee-Zeitung, er kenne Woitendorf schon lange und schätze dessen offene, freundliche und integre Art: „Als sich jetzt die Möglichkeit ergab, ihn für Karls zu gewinnen, war ich begeistert." Woitendorf sei „genau der Richtige" für die Aufgabe.

Konkret soll der 50-jährige Rostocker deutschlandweit geeignete Grundstücke für neue Karls-Standorte finden und das Unternehmen bei möglichen Ansiedlungen gegenüber Gemeinden, Städten und Kommunen vertreten. In seiner Funktion als "Karls-Botschafter" soll Woitendorf den Firmenchef darüber hinaus bei repräsentativen Anlässen vertreten.

Unternehmen hat ambitionierte Expansionspläne bis 2035

Die Personalie unterstreicht den Wachstumskurs des mittelständischen Familienunternehmens. Aktuell gibt es acht geöffnete Karls Erlebnis-Dörfer, während vier weitere Standorte fest geplant und in konkreter Entwicklung beziehungsweise Bauphase sind. Langfristig verfolgt das Unternehmen das Ziel, das Netz bis zum Jahr 2035 auf über 20 Standorte in ganz Deutschland auszubauen. An manchen Standorten entstehen zusätzlich Hotels, die ebenfalls vom Unternehmen betrieben werden. Auch in den USA wird es bald das erste Karls Erlebnis-Dorf geben.

Woitendorf war 18 Jahre lang für den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern tätig, zuletzt als Geschäftsführer. Im April 2025 musste er seinen Posten unter unwürdigen und bis heute nicht geklärten Umständen räumen. Das SPD-geführte Wirtschaftsministerium hatte die Fördermittel für den Verband eingestellt und mit einer Insolvenz gedroht, sollte Woitendorf nicht seine eigene Kündigung unterschreiben. Im Raum standen Vorwürfe, es habe Unregelmäßigkeiten bei der Fördermittelvergabe gegeben. Das Prüfverfahren ist bis heute nicht abgeschlossen, ein Bericht des Rechnungshofs hat Woitendorf aber bereits weitgehend entlastet.

Pascal Brückmann