Besonders deutlich fällt das Wachstum außerhalb Münchens aus. Im Tölzer Land nahmen die Übernachtungen von Januar bis Juli um 5,3 Prozent zu, im Chiemsee-Alpenland um 4,7 Prozent und im Chiemsee-Chiemgau um 3,6 Prozent. Die Zugspitz-Region kam auf ein Plus von 2,6 Prozent, die Alpenregion Tegernsee-Schliersee auf 2,4 Prozent. In München stieg die Zahl der Übernachtungen dagegen um 0,4 Prozent.
Oberbayern insgesamt zählte in den ersten sieben Monaten 25,7 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Gästeankünfte nahmen um 3,6 Prozent zu, die Bettenauslastung lag bei 45,3 Prozent. Allein im Juli stiegen die Ankünfte um 7,4 Prozent und die Übernachtungen um 5,8 Prozent.
Besucher sollen Alternativen kennenlernen
Parallel zum Wachstum bauen die Destinationen ihre Besucherinformation aus. Ziel ist es, stark frequentierte Orte zu entlasten und zugleich weniger bekannte Angebote sichtbarer zu machen. Tourismus Oberbayern setzt dafür unter anderem auf die "Geheimatorte". Im Sommer ergänzte eine kurzfristig entwickelte Coolcation-Kommunikation das Angebot mit Hinweisen auf schattige Ausflugsziele und naturnahe Rückzugsorte.
Die einzelnen Regionen verfolgen dabei verschiedene Ansätze. München lenkt mit der Kampagne "Viertelliebe" den Blick stärker auf Stadtteile abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten. Im Chiemgau ergänzen seit Mai neue Gravelbike-Touren das Angebot.
