Im November letzten Jahres hatte die Nachricht vom Insolvenzantrag der Arcona-Gruppe die deutsche Hospitalitybranche erschüttert. Doch jetzt blickt der Geschäftsführer wieder nach vorn. "Wir haben in den letzten Monaten einen rigorosen Gesundungskurs gefahren, um Arcona für die Zukunft aufzustellen", erklärte Winter nun gegenüber der Ostsee Zeitung (Abo). Dies bedeutete eine Reduzierung der Betriebe und Mitarbeiter: Die Weinwirtschaft in Sellin und ein Hotelprojekt in Österreich wurden aufgegeben, ebenso das Hotel auf der Wartburg in Eisenach, das nach einem Streit mit dem Eigentümer geschlossen wurde.
Dank dieser Maßnahmen konnte Arcona den Mitarbeitern nach drei Monaten Insolvenzausfallgeld ab Februar wieder regulär die Gehälter zahlen, heißt es. Heute umfasst die Rostocker Hotelgruppe noch acht Betriebe mit rund 400 Mitarbeitern, darunter das bekannte Hotel "Kaiserhof" in Heringsdorf auf Usedom. Allerdings ist der zum Hotel gehörende Kaiserbädersaal, der größte Veranstaltungssaal auf Usedom, seit einem Jahr wegen eines Wasserschadens nicht nutzbar. Ein Termin für die notwendige Sanierung ist noch offen, Winter hofft auf den Start der Arbeiten im Sommer.
