Die Aussicht auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich erneut verbessert. Damit steigt die Konjunkturerwartung bereits den sechsten Monat in Folge. Das zeigt die aktuelle Erhebung des Nürnberger Instituts für Marktentscheidungen (NIM). Dennoch verharrt die Konsumstimmung auf einem niedrigen Niveau.
Die Verbraucher blicken zuversichtlich auf die wirtschaftliche Entwicklung
Viele Konsumenten rechnen damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verbessert. Diese Erwartungen haben sich zuletzt kontinuierlich aufgehellt. Der Optimismus über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft schlägt sich jedoch bislang nicht im Kaufverhalten nieder.
Die Konsumenten sorgen sich um das eigene Budget
Ein Grund dafür sind die verhaltenen Einkommenserwartungen. Nach dem starken Rückgang im Vormonat zeichnet sich zwar eine Stabilisierung ab, eine spürbare Erholung bleibt jedoch aus. Die Menschen sehen ihre finanzielle Situation weiterhin mit Vorsicht und rechnen nicht mit deutlich mehr Spielraum im Portemonnaie.
Die Inflation bremst Anschaffungen
Hinzu kommen neue Sorgen über die Preisentwicklung. Viele Verbraucher erwarten wieder stärker steigende Kosten. Diese Einschätzung dürfte dazu beitragen, dass größere Ausgaben verschoben werden. Entsprechend hat die Bereitschaft zu Anschaffungen erneut nachgegeben. Selbst die leicht gesunkene Sparneigung konnte daran bislang nichts ändern.
Der Tankrabatt bleibt ohne große Wirkung
Auch die Wiedereinführung des Tankrabatts sorgt nach Einschätzung des NIM nicht für die erhoffte Entlastung. Zwar sparen Haushalte an der Zapfsäule, doch offenbar reicht das nicht aus, um die Unsicherheit über Einkommen und Preise auszugleichen. Das Ergebnis: Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung wächst, die Kauflaune bleibt jedoch verhalten.
