Die Rückkehr zum regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Speisen seit Januar 2024 habe die Lage insbesondere in der Gastronomie weiter verschärft, so Zöllick. Gegenüber 2019 verzeichnete die Branche einen realen Umsatzrückgang von gut 17 Prozent. Zum Vorjahr betrug das Minus 4,1 Prozent.
Niedrigere Mehrwertsteuer ist entscheidend für die Branche
Zöllick fordert eine Rückkehr zum ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent. Die Betriebe seien nicht nur wirtschaftliche Einheiten, sondern auch soziale Treffpunkte. "Ohne die Sieben Prozent Mehrwertsteuer droht nicht nur ein Sterben gastronomischer Vielfalt, sondern auch ein spürbarer Verlust an Lebensqualität", warnt er.
Kostensteigerungen verschärfen die Lage
Neben sinkenden Umsätzen belasten steigende Kosten die Betriebe. Personal verteuerte sich seit Januar 2022 um 34 Prozent, Lebensmittel um 27 Prozent, Energie um 28 Prozent. Gäste reagieren mit Zurückhaltung: Sie verzichten auf Vorspeisen, bestellen weniger Getränke oder bleiben ganz fern. Der Dehoga beobachtet ein Trading down, viele weichen auf günstigere Alternativen aus.
