Die digitale Souveränität deutscher Unternehmen steht zunehmend unter Druck. Laut der Digitalisierungsumfrage sehen sich viele Betriebe weiterhin stark von Technologien, Innovationen und Dienstleistungen aus Nicht‑EU‑Ländern abhängig. Für den DIHK ist das ein ernstes Risiko, das angesichts geopolitischer Verschiebungen dringenden Handlungsbedarf auslöst.
Unternehmen fordern bessere Rahmenbedingungen
Obwohl deutsche Unternehmen über hohe digitale Kompetenzen verfügen, fehlen ihnen laut DIHK die passenden Rahmenbedingungen. Besonders gefragt sind verlässliche rechtliche Vorgaben, offene Schnittstellen und Standards sowie eine stärkere Förderung von Open‑Source‑Lösungen. Auch der Abbau bürokratischer Hürden bleibt ein zentraler Wunsch der Wirtschaft.
Digitale Kompetenzen sind unabdingbar
Beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz zeigt sich ein gemischtes Bild: 41 Prozent der Unternehmen, die bereits KI nutzen, berichten von deutlichen Produktivitätsgewinnen. Gleichzeitig plant knapp ein Drittel der Betriebe weiterhin keinen KI‑Einsatz, ein erhebliches ungenutztes Potenzial. Entscheidend seien laut DIHK vor allem digitale Kompetenzen in der Belegschaft, denn sie bestimmen maßgeblich den digitalen Reifegrad eines Unternehmens.
Die digitale Infrastruktur entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft
Damit KI und andere digitale Technologien effizient eingesetzt werden können, braucht es zudem leistungsfähige Infrastrukturen. Glasfaser‑ und Mobilfunknetze, moderne Rechenzentren und wettbewerbsfähige Strompreise seien unverzichtbar, um international mithalten zu können.
