News für die Hotellerie

Inzwischen klagen mehr als 18.000 Hotels gegen Booking

Der Hotelverband Deutschland (IHA) unterstützt die Sammelklage von inzwischen 18.135 europäischen Hotels gegen Booking Holdings, den Mutterkonzern von Booking.com. Organisiert wird das Verfahren von der niederländischen Stichting Hotel Claims Alliance (SHCA). Die Hotels fordern Schadenersatz wegen früherer Bestpreisklauseln. Eine erste Anhörung wird 2027 erwartet.

Die Stichting Hotel Claims Alliance (SHCA) ist eine in den Niederlanden gegründete Stiftung, die Ansprüche europäischer Hotels gegenüber Booking Holdings bündelt und das Verfahren vor dem Amsterdamer Bezirksgericht koordiniert. Nach eigenen Angaben vertritt sie inzwischen 18.135 Hotels. Die dritte und letzte Gruppe von Hotels, die sich der Klage anschließen, wurde Ende Oktober eingereicht.

Der lange Streit um die Bestpreisklauseln

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Bestpreisklauseln, die von Booking zwischen 2004 und 2024 eingesetzt wurden. Nach Auffassung der Kläger schränkten diese Hotels dabei ein, auf anderen Vertriebskanälen oder auf den eigenen Websites günstigere Preise anzubieten. Die beteiligten Betriebe sehen darin einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und fordern finanziellen Ausgleich.

Die Hotels fordern Schadensersatz in Milliardenhöhe

Die Zahl der teilnehmenden Hotels stieg laut SHCA innerhalb von drei Monaten um 68 Prozent. Die Organisation schätzt den geltend gemachten Schaden auf mehrere Milliarden Euro zuzüglich Zinsen. Eine erste Anhörung vor dem Gericht in Amsterdam wird 2027 erwartet.

Der europäische Hotelverband Hotrec wertet die hohe Beteiligung als Signal der Branche. Verbandspräsident Alexandros Vassilikos erklärte, die Hotels forderten faire Wettbewerbsbedingungen und die Freiheit, ihre Preise selbst festzulegen.