Deutschland bleibt nach Angaben des Auma der führende Messeplatz weltweit. Mehr als zwei Drittel aller Leitmessen finden hierzulande statt. 66 Prozent der Aussteller und 33 Prozent der Besucher kommen aus dem Ausland. Für viele Unternehmen sind Messen ein wichtiger Weg, internationale Kunden und Geschäftspartner zu erreichen.
Auma fordert politische Reformen
Der Auma sieht die Wettbewerbsfähigkeit des Messestandorts gefährdet und fordert politische Maßnahmen. Dazu gehören niedrigere staatliche Kosten im Luftverkehr, eine höhere Zuverlässigkeit der Bahn, digitale Visaverfahren, Mehrjahresvisa für Messegäste, eine Senkung der Stromsteuer sowie flexiblere Arbeitszeitregelungen. Zudem dringt der Verband auf weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Energiekosten.
Aus Sicht des Verbands sind diese Maßnahmen notwendig, um den internationalen Messeverkehr zu sichern. Davon würden auch Hotels und andere Dienstleister profitieren, deren Geschäft eng mit dem Messeplatz Deutschland verbunden ist.
Hotels und Gastronomie profitieren von einem starken Messegeschäft
Eine aktuelle Studie von Prognos beziffert die wirtschaftlichen Effekte der Messewirtschaft auf mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem werden mindestens 280.000 Arbeitsplätze gesichert. Bund, Länder und Kommunen nehmen jährlich rund 5,4 Milliarden Euro an Steuern ein. Die Wertschöpfung entsteht laut Studie nicht nur auf den Messegeländen, sondern auch in Hotellerie, Gastronomie, Verkehr, Handel, Handwerk und Industrie.
