Anfang 2020 war Margit Heuser gut im Geschäft. Die Auftragsbücher der Trainerin für Counter- und Führungskräfte waren voll. Dann kam Corona; sämtliche Engagements fielen auf einen Schlag weg. Dafür hatte die Touristikerin auf einmal viel Zeit zum Nachdenken. Gemeinsam mit ihrer Tochter schmiedete sie den Plan, ein Hotel zu eröffnen.
Über ähnliche Projekte dachten sicher viele nach, doch Heuser zählt zu den wenigen, die den Plan auch umsetzten. Weil es um ihren Wohnort in Kempten im Allgäu keine passenden Objekte gab, suchte sie bundesweit und stieß schließlich auf ein Haus, umgeben von Wald und Wiesen, im sauerländischen Willingen.
"Das stand in keinem Business-Plan"
"Als ich in das Tal hineinfuhr, wusste ich: hier willst du bleiben", sagt die Touristikerin im Gespräch mit Reise vor9. Ohne groß Experten zu konsultieren, schlug sie zu – um kurz darauf festzustellen, dass hinter jeder Tür eine neue unerfreuliche Überraschung lauerte. Die Kosten liefen aus dem Ruder; hinzukam, dass Lockdown und Beherbergungsverbote den Umsatz in den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres auf null drückten. "Das war in keinem Business-Plan vorgesehen", räumt sie ein.
Heute ist das Landhotel Baumwipfel mit 19 Zimmern gut gebucht, Heuser, die das Haus mit ihrer Tochter Marla führt, steht an sieben Tagen in der Woche um sechs Uhr auf, arbeitet bis neun Uhr abends – und ist glücklich, wie sie sagt. Im Reise vor9 Podcast sprechen wir über ihre Erfahrungen und darüber, worauf es ankommt, um Lebensträume in Erfüllung gehen zu lassen. Einfach reinhören:
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Christian Schmicke
