Die Entwicklung der Rohstoffmärkte dürfte die Kosten vieler Hotel- und Gastronomiebetriebe weiter beeinflussen. Nach Einschätzung der Weltbank treffen derzeit mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig auf die internationalen Märkte. Dazu zählen die Folgen des Nahostkonflikts, Einschränkungen im Getreidehandel sowie wetterbedingte Risiken für die Landwirtschaft.
Lebensmittelpreise werden voraussichtlich steigen weiter
Für das laufende Jahr erwartet die Weltbank bei Nahrungsmitteln einen Anstieg um rund ein Zehntel. Für 2027 prognostiziert sie einen weiteren Aufschlag von sieben Prozent. Damit würden sich Lebensmittel deutlich stärker verteuern als viele andere Rohstoffe, für die im kommenden Jahr wieder sinkende Preise erwartet werden.
Der Preisanstieg hat mehrere Ursachen
Als Gründe nennt die Weltbank unterbrochene Getreidelieferungen, die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Rohstoffmärkte sowie hohe Kraftstoff- und Düngerkosten. Hinzu kommt das Wetterphänomen El Niño, das Ernten in verschiedenen Regionen der Welt beeinträchtigen kann. Die Kombination dieser Faktoren erhöht den Druck auf die Preise entlang der gesamten Lebensmittelkette.
Risiken für Hotellerie und Gastronomie
Für Hotels und Restaurants bedeutet dies anhaltenden Kostendruck beim Einkauf von Lebensmitteln. Gleichzeitig bleiben auch die Energiepreise ein Unsicherheitsfaktor. Die Weltbank geht für 2026 von einem deutlichen Anstieg der Energiepreise aus. Für 2027 wird zwar eine Entspannung erwartet, die Prognose steht jedoch unter der Annahme, dass sich bestehende Konflikte nicht weiter verschärfen.
Warnung der Weltbank vor Versorgungskrisen
Die Weltbank warnt zudem vor einem Risikoszenario, in dem eine Verschärfung geopolitischer Konflikte, höhere Energiepreise und wetterbedingte Ernteausfälle zusammenkommen. In diesem Fall könnten die Lebensmittelpreise noch stärker steigen und die Zahl der Menschen in extremer Armut zunehmen.
