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Hotels nutzen KI doch der Nutzen bleibt oft gering

Mehr als die Hälfte der Hotels nutzt generative KI. Doch weniger als jedes zehnte Haus reduziert damit die manuelle Arbeit um mehr als 30 Prozent. Laut dem Report State of Distribution bremsen fragmentierte Systeme, uneinheitliche Daten und fehlende Regeln den Nutzen. Eine Chance liegt im Reporting, das viel Arbeitszeit bindet.

KI ist in vielen Hotels angekommen, verändert die Abläufe aber bislang nur begrenzt. Das zeigt der Report State of Distribution 2026 der Hoteltech-Experten Rategain, NYU SPS und Hedna. Demnach nutzt mehr als die Hälfte der Hotels generative KI. Weniger als zehn Prozent berichten jedoch, dass dadurch die manuelle Arbeit um mehr als 30 Prozent gesunken ist.

Als Ursachen nennt die Studie unter anderem fragmentierte Systeme und uneinheitliche Daten. Hinzu kommen Fragen zu Datenschutz, Vertrauen und Governance. Sie führen dazu, dass Hotels KI zwar zur Unterstützung einsetzen, Entscheidungen aber nur begrenzt an die Technik übertragen.

Reporting bindet viel Arbeitszeit

Potenzial sehen die Autoren vor allem bei Routinetätigkeiten. Mehr als 80 Prozent der kommerziellen Teams verbringen noch immer ein bis zwei Tage pro Woche mit der manuellen Erstellung und Analyse von Berichten. Zugleich haben weniger als 30 Prozent in spezielle Reporting-Tools investiert. Nicht die Zahl der KI-Anwendungen entscheidet über den Nutzen, sondern deren Einbindung in Prozesse und Systeme. Entsprechend fließen steigende Technologiebudgets laut der Studie vor allem in die Verbesserung vorhandener Systeme, höhere Produktivität und weniger Schnittstellen und Anbieter.

Mittelgroße Ketten schneiden besser ab

Mittelgroße Hotelketten erzielen mit KI häufiger messbare Effekte. Sie verfügen über Mittel für Systeme und Fachwissen, kämpfen aber weniger mit Silos und Integrationsproblemen als große Ketten. Zugleich melden sie eine bessere Abstimmung zwischen Abteilungen, mehr automatisiertes Reporting und eine weiter entwickelte KI-Governance.

Der Report State of Distribution 2026 basiert auf Erkenntnissen von mehr als 270 Hotelmarken und 58.000 Hotelbetrieben in 141 Städten und 53 Ländern.