Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Pizzabäcker, da ich bei meinem Vater in einem italienischen Restaurant aufgewachsen bin und das Pizzabacken mag.
Wie sind Sie in die Hotellerie gekommen?
Ich hatte die Ehre, dem großen regionalen Hotelier Tobias Motz aus Bad Mergentheim ein paar Tage über die Schulter zu schauen. Wichtig für meinen Weg in die Hotellerie war auch mein Vater. Die Kombination aus Hotel und Gastro gefällt mir sehr gut.
Welche Entscheidung in Ihrem Berufsleben hat Ihre Karriere besonders geprägt?
Die Entscheidung, nach der Ausbildung für drei Monate nach Süditalien zu gehen, um dort als Pizzabäcker zu arbeiten. Für diese Zeit habe ich mir dort eine Vespa geliehen und eine Wohnung gemietet.
Wie sieht für Sie das Hotel der Zukunft aus?
Personalarm und voll digitalisiert.
Was lieben Sie an Ihrem Job?
Die Freiheit und Flexibilität.
Was nervt Sie am meisten?
Es gibt natürlich auch nervige Aufgaben, aber die gehören einfach dazu.
Was kann die Hotellerie in Deutschland von Kollegen im Ausland lernen?
Ich war bis jetzt nur in Urlaubsresorts. Da kann man nicht so viel übertragen, weil die Zielgruppe eine total andere ist. Aber bei den Abläufen und im Management können wir gegenseitig sicherlich sehr viel voneinander lernen.
Was war Ihr prägendstes Erlebnis in einem Hotel?
Dazu kann ich gar nichts sagen, weil ich ja noch sehr jung bin. Als Ersatz gibt es eine Geschichte eines Kollegen: Bei ihm hat sich nachts um drei Uhr ein Gast aus dem Zimmer ausgeschlossen. Er stand dann splitternackt auf dem Flur.
Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Um die Welt reisen und jeden Tag das machen, was mir grad in den Sinn kommt. Und ich würde auf jeden Fall den ganzen Süden Italiens bereisen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese keine Bücher.
Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Verity – Dunkle Geheimnisse.
Ihr Lieblingsessen?
Ich liebe so vieles, da ist es schwierig für mich ein einzelnes auszuwählen.
Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Erst mal für ein paar Tage nach Italien in die Heimat, um abzuschalten.
Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Kemal Üres ("Der Gastroflüsterer") und einen Betreiber einer großen Hotelkette, zum Beispiel B&B oder Motel One.
Giulio Carella wurde 2006 geboren und half schon als kleiner Junge in Carella's Ristorante, dem Restaurant seines Vaters, mit. Mit 14 begann er die Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe. Nach dem Abschluss hat er ein Jahr als Pizzabäcker in Süditalien gearbeitet. Nach der Rückkehr in Carella's Ristorante eröffnete er im September "Das kleine Amtshotel" in Tauberbischofsheim.
