Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Als Kind wollte ich immer Zoo-Direktor werden.
Wie sind Sie in die Hotellerie gekommen?
Für den praktischen Teil des Fachabiturs musste ich eine Ausbildung beginnen. Die Idee, in die Hotellerie zu gehen, kam von meiner Mutter.
Welche Entscheidung in Ihrem Berufsleben hat Ihre Karriere besonders geprägt?
Definitiv die Entscheidung, mich im Dolce by Wyndham Bad Nauheim zu bewerben.
Wie sieht für Sie das Hotel der Zukunft aus?
Das Hotel der Zukunft bleibt für mich persönlich, auch wenn Technologie viele Abläufe vereinfachen wird. Werte wie Aufmerksamkeit, Gastfreundschaft und das Gefühl, wirklich willkommen zu sein, dürfen dabei nicht verloren gehen. Technologie wird uns helfen, unsere Gäste besser und schneller kennenzulernen. Aus diesen Erkenntnissen ein echtes Erlebnis zu schaffen, wird aber auch in Zukunft unsere Aufgabe als Gastgeber bleiben.
Was lieben Sie an Ihrem Job?
Ich liebe besonders die Vielseitigkeit meines Jobs und die Möglichkeit, aktiv etwas zu gestalten. Kaum ein Tag ist wie der andere, und gleichzeitig hat man die Chance, grundlegende Veränderungen anzustoßen und die Entwicklung eines Hauses nachhaltig zu prägen.
Was nervt Sie am meisten?
Am meisten nervt es mich, wenn technische Geräte nicht funktionieren oder nicht so, wie sie sollen.
Was kann die Hotellerie in Deutschland von Kollegen im Ausland lernen?
In einigen Ländern wird Gastfreundschaft ganz selbstverständlich gelebt und weniger als ein Prozess verstanden. Auch bei neuen Konzepten und dem Mut, Dinge schneller auszuprobieren, können wir uns einiges abschauen. Gepaart mit deutscher Verlässlichkeit und Qualität ergibt sich daraus für mich ein sehr starkes Gesamtbild.
Was war Ihr prägendstes Erlebnis in einem Hotel?
Ein prägendes Erlebnis, welches sich zu einem Großteil in Hotels abspielte, war eine Reise mit meiner Frau zu einer Hochzeit nach Neuseeland 2023. Der geplante Flug ging von Frankfurt über Los Angeles nach Neuseeland. Aufgrund eines Zyklons wurden wir jedoch nach Hawaii umgeleitet. Wir erhielten weder verlässliche Informationen noch einen Weiterflug, weshalb wir für eine Woche auf Hawaii strandeten und täglich die Hotels wechseln mussten, ohne zu wissen, wann wir weiterfliegen konnten. Die Hochzeit erreichten wir schließlich doch noch rechtzeitig: Knapp eine Stunde vor dem geplanten Start waren wir vor Ort.
Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Ich würde sofort einen Flug in die Ferne buchen, viele Hotels besichtigen und möglichst viel wandern.
Wie schalten Sie ab?
Kochen nach der Arbeit hat auf mich eine beruhigende Wirkung und hilft mir, den Kopf freizubekommen. Aber auch ein entspannter Abend auf der Couch gehört für mich dazu, um wirklich abzuschalten.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Yuval Noah Harari – 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert.
Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Mein letzter Kinobesuch ist so lange her, dass ich mich leider nicht mehr daran erinnern kann.
Ihr Lieblingsessen?
Die hessische Küche.
Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
Sehr wahrscheinlich nach Portugal.
Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Den Sänger Tream würde ich gerne einmal treffen, denn ich denke, dass das eine unterhaltsame Begegnung werden könnte.
Wie und wo wollen Sie alt werden?
Über diese Frage habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht, aber in Alpennähe kann ich mir den Ruhestand gut vorstellen.
Patrick Görsch absolvierte seine Ausbildung zum Hotelfachmann im damaligen Sheraton Frankfurt Congress Hotel und studierte anschließend Hotel- und Tourismusmanagement an der Internationalen Berufsakademie (IBA) in Darmstadt. Begleitend zum Studium sammelte er als Praktikant bei Spalteholz Hotelkompetenz erste Erfahrungen in der Beratung. 2015 startete er seine Karriere im Dolce Bad Nauheim als Revenue Analyst. 2023 wurde er zum Assistant General Manager befördert, nun übernimmt er die Position des General Managers. Im Dolce lernte er auch seine Frau Chantal kennen, die dort seit 2016 tätig ist und inzwischen die Funktion der Director of Convention Sales innehat.
