Der WWF Deutschland, die Kühne Logistics University, Leonardo Hotels und Motel One haben in mehreren Projekten Kreislaufwirtschaft im laufenden Hotelbetrieb getestet. Der Ergebnisbericht zeigt, wie sich Ressourcen sparen, Abfälle vermeiden und Kosten senken lassen. Im Mittelpunkt standen die Ansätze Reduzieren, Wiederverwenden, Aufbereiten und Wiederverwerten.
Weniger Restmüll im Motel One in Aachen
Im Motel One Aachen wurden Mülleimereinsätze eingesetzt, um Restmüll von recyclingfähigen Leichtverpackungen zu trennen. Es ließen sich dadurch im Schnitt 4,6 Tonnen Restmüll umverteilen. Die Kosten für Restmüllentsorgung sanken um rund 30 Prozent. "Die potenzielle Kostenersparnis durch weniger Restmüll, die Vorteile für die Umwelt und das bei einem geringen Mehraufwand im Hotelbetrieb haben uns überzeugt, dieses Projekt in Aachen direkt nach der Pilotphase fortzuführen", sagt Verena Ferner, Nachhaltigkeitsexpertin von Motel One.
Möbel von Leonardo werden weitergenutzt
Leonardo Hotels prüfte bei Übernahmen und Renovierungen Möbel auf Wiederverwendung, Aufbereitung und Remanufacturing. In Pilotprojekten in Berlin und Hannover konnten Möbel weitergenutzt werden. Mengen oder Quoten nennt der Bericht nicht. Die Erkenntnisse fließen in weitere Renovierungsprojekte ein. Zudem wurden Lösungen für Holz, Kunststoffe und Metalle umgesetzt.
Erprobung im Hotelalltag
Die Projekte liefen im regulären Betrieb. Für die Umsetzung waren laut Kühne Logistics University die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Logistikdienstleistern und Recyclingunternehmen sowie die Einbindung der Beschäftigten wichtig. Auch lokale Bedingungen und die jeweiligen Materialströme müssen berücksichtigt werden.
Auch der Hotelgast entscheidet über den Erfolg
Auch Gäste können einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie kreislauffähigen Hotels bei der Buchung den Vorzug geben, Mobiliar und Ausstattung sorgsam behandeln, angebotene Mülltrennungssysteme nutzen und Mehrwegangebote annehmen oder eigene Mehrwegbehältnisse verwenden.
