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4. August 2026 | 13:49 Uhr
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Mailen

Marriott wächst weltweit trotz Nahostkrise

Marriott hat im zweiten Quartal 2026 den weltweiten Revpar um 3,4 Prozent gesteigert und erhöht die Prognose für das Gesamtjahr. Unternehmenschef Anthony Capuano (Foto) verweist auf eine anhaltend starke Reisedynamik. In Europa legte das Geschäft zu, während der Einbruch im Nahen Osten tiefe Spuren hinterließ.

Marriott Capuano Tony CEO Foto Marriott

Mariott-Chef Anthony Capuano bleibt trotz Nahostkrise optimistisch

Marriott steigerte im zweiten Quartal das bereinigte Ergebnis je Aktie auf 2,77 Euro. Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 733 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA (Gewinn vor Steuern und Abschreibungen) bei 1,38 Milliarden Euro. Die Franchise- und Managementgebühren wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro.

Starke Unterschiede zwischen den Regionen

In den USA und Kanada erhöhte sich der Revpar um fünf Prozent. Marriott führt dies auf Zuwächse über verschiedene Marktsegmente und Hotelkategorien hinweg zurück.

Im Rest der Welt ging der Revpar dagegen um 0,5 Prozent zurück. Besonders die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) entwickelte sich uneinheitlich. Zwar verzeichnete Europa ein Wachstum, dieses wurde jedoch durch den Revpar-Rückgang von 43 Prozent im Nahen Osten mehr als aufgezehrt. Für die gesamte EMEA-Region ergab sich dadurch ein Minus von mehr als fünf Prozent.

Rekordpipeline und optimistischer Ausblick

"Wir haben ein weiteres Quartal mit hervorragenden Ergebnissen erzielt, was die starke Reisenachfrage, die Macht unserer Marken und die anhaltende Entwicklungsdynamik widerspiegelt", sagte CEO Anthony Capuano. Zum Quartalsende umfasste die Pipeline 4.186 Hotels mit etwa 629.000 Zimmern. Weltweit kamen im Berichtszeitraum netto rund 17.900 Zimmer hinzu. Das Marriott-Netzwerk zählt inzwischen mehr als 10.000 Hotels mit knapp 1,81 Millionen Zimmern.

Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung hebt Marriott den Ausblick für 2026 an. Der Konzern rechnet nun mit einem weltweiten Revpar-Wachstum von 3 bis 3,5 Prozent für das Gesamtjahr.

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