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15. Februar 2023 | 11:02 Uhr
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Business Traveller reisen komfortabler und länger

Eine Auswertung der Transaktionen für Flugtickets, die über Airplus abgewickelt wurden, zeigt, dass Geschäftsreisende häufiger die Business Class nutzen als vor Corona. Außerdem dauern ihre Reisen länger.

Geschäftsreise Airport Fluganzeige Foto iStock Rawpixel Ltd.jpg

Geschäftsreisende aus Deutschland sind häufiger in der Business Class unterwegs als vor Corona

Wenn gereist werde, dann häufig mit mehr Komfort, heißt es von Airplus. Mit einem Anteil von 13,6 Prozent erfreuten sich Tickets für die Business Class 2022 einer größeren Beliebtheit als noch 2019 (9,3%), insbesondere auf Inlandsflügen (11,5 vs. 4,7%). Damit überträfen die Deutschen den Business-Class-Anteil der meisten europäischen Nachbarn (Business-Class-Anteil Europa: 10,7%).

Längere Reisedauer

Außerdem nehmen sich die Deutschen laut Airplus mehr Zeit für ihre Businesstrips: Eine durchschnittliche Geschäftsreise dauerte vergangenes Jahr 6,1 Tage (2019: 5 Tage). Reisen innerhalb Deutschlands beanspruchten im Schnitt 3,1 Tage (2019: 2,5 Tage), in Europa 4,7 (2019: 4,1 Tage) und außerhalb Europas 13,6 Tage (2019: 11,6 Tage). Eintägige Kurztrips, die 2019 immerhin noch 16,4 Prozent der Geschäftsreisen ausmachten, gingen 2022 deutlich zurück auf 6,8 Prozent.

"Bleisure" bleibt ein Thema

Häufiger begannen die Reisen an einem Wochenende – laut Airplus ein Indiz für den "Bleisure"-Trend, also die Kombination einer privaten mit einer geschäftlichen Reise. 16,3 Prozent der Flugtickets demnach waren für einen Samstag oder Sonntag ausgestellt. 2019 lag der Anteil noch bei 12,4 Prozent. Eine weitere Begründung für die längere Dauer sind die Anstrengungen der Unternehmen, Reisen nachhaltiger zu gestalten, indem sie etwa mehrere geschäftliche Termine in einer Reise kombinieren, statt jeweils kurze Einzeltrips zu unternehmen.

Indien auf dem Vormarsch

China dürfte laut Airplus nach der Lockerung der Reisebeschränkungen in der Gunst der Reisenden wieder steigen. Bis zum Beginn der Pandemie hatte das Reich der Mitte auf den Interkontinental-Strecken klassisch Platz 2 direkt hinter den USA belegt. Im vergangenen Jahr wurde China von Indien abgelöst, während die USA ihre Pole Position behielten. In den vergangenen Jahren hat Indien als Geschäftsreiseziel stetig an Bedeutung gewonnen, nachdem das Land 2019 noch Platz 5 belegte. Japan verdrängte für die deutschen Reisenden gleichzeitig Russland von Platz 3. Angesichts des Kriegs in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen dürfte sich die Situation für Russland als Reiseziel vorerst nicht ändern.

Großbritannien bleibt vorn 

In Europa blieb Großbritannien vergangenes Jahr trotz der nun komplizierteren Einreisebestimmungen im Zusammenhang mit dem Brexit das wichtigste Ziel für deutsche Geschäftsreisende. Einen Sprung nach vorne machte während der Pandemie Spanien, das 2022 nur knapp hinter Großbritannien auf Platz 2 (2019: Platz 5) lag. Dies erklärt sich dadurch, dass Flugreisen zu spanischen Zielen nur schwerlich durch Fahrten mit dem PKW ersetzt werden konnten – anders als österreichische Reiseziele, die von Platz 2 (2019) auf 3 abrutschten.

 Teurere Tickets

Seit vergangenem Jahr müssen Unternehmen für Geschäftsreisen tiefer in die Tasche greifen. Allerdings lässt sich bei Economy-Class-Tickets seit September ein leichter Abwärtstrend beobachten. Ticketpreise für Interkontinentalflüge befinden sich zudem seit Oktober im Sinkflug.

Ein Economy-Ticket kostete 2022 im Durchschnitt 519 Euro (2019: 433 Euro), für die Business Class wurden 3.313 Euro (2019: 3.016 Euro) fällig. Während Deutschland mit diesen Preisen in der Economy Class ungefähr im europäischen Durchschnitt lag (510 Euro), schnitt die Business Class etwas günstiger ab (3.606 Euro in Europa).

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