Chinas Kartellwächter setzen Trip.com unter Druck
Chinas Kartellbehörde SAMR ermittelt gegen Trip.com wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Hoteliers werfen der Plattform monopolistische Praktiken vor. Im Raum steht auch der Verdacht, Trip.com habe Regulierer über Risiken des Geschäftsmodells getäuscht.
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Der chinesische Booking-Counterpart Trip.com steht im Visier dortiger Hoteliers und Kartellbehörden
Trip.com steht in China unter Druck. Die Kartellbehörde SAMR hat eine Untersuchung gegen die Reiseplattform eingeleitet. Der Vorwurf lautet, Trip.com habe seine starke Marktstellung missbraucht. Auslöser sind Beschwerden von Hoteliers, die dem Unternehmen monopolistische Praktiken vorwerfen.
Im Kern geht es um den Umgang mit Hotels auf der Plattform. Nach Informationen des spanischen Fachportals Preferente sollen Unterkünfte unter Druck gesetzt worden sein, niedrige Preise anzubieten. Für die Betriebe habe sich damit eine bekannte Zwickmühle ergeben: Wer nicht mitzieht, riskiert Sichtbarkeit und Vertrieb über die Plattform.
Die Vorwürfe erinnern an Auseinandersetzungen mit Booking in Europa. Auch dort geht es um die Macht großer Plattformen gegenüber Hotels und um die Frage, wie viel Druck Vermittler auf Preise und Konditionen ausüben dürfen.