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26. Februar 2021 | 16:04 Uhr
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Weitere Milliardenverluste in der Beherbergungsbranche

Der Hotelkonzern Meliá verbrannte 2020 rund 600 Millionen Euro. Die Vermittlungsplattform Airbnb wird trotz eines Rekordverlustes an der Börse gefeiert. Portalbetreiber Booking schaffte immerhin einen kleinen Gewinn.

Verluste

Airlines, Hotellerie oder IT-Anbieter: Corona hinterlässt tiefe Spuren

Corona hat tiefrote Spuren in der Bilanz der Touristikunternehmen hinterlassen. Ob TUI, die Reedereien Carnival, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line oder Accor – die bilanzierten Verluste sind riesig.

Schwere Zeiten für die Hotellerie und ihre Konkurrenten

Auch in der klassischen Hotellerie schlug die Misere voll durch. So verbuchte der spanische Meliá-Konzern 2020 Verluste von rund 600 Millionen Euro. Die Sharing-Plattform Airbnb legte einen Rekordverlust von 4,6 Milliarden Dollar hin. Mehr als die Hälfte entfiel allerdings auf den Börsengang und Aktienoptionen. Dennoch summierte sich der Verlust laut "Wirtschaftswoche“ auf eine höhere Summe als in den vier Jahren davor zusammengenommen. Dafür kommt das Unternehmen nun aus der Pandemie dank des Börsengangs mit einem gewaltigen Finanzpolster – 6,4 Milliarden Dollar hat es auf der hohen Kante. Und an der Börse ist das Unternehmen mit gut 90 Milliarden Euro derzeit mehr als doppelt so viel wert wie Marriott International, der größte Hotelkonzern der Welt.

Eine Ausnahmestellung kann der Portalbetreiber Booking für sich in Anspruch nehmen. Er erzielte 2020 noch einen Gewinn von knapp 49 Millionen, nach vier Milliarden Gewinn im Vorjahr. Der vermittelte Umsatz sank gegenüber 2019 um 63 Prozent auf gut 29 Milliarden Euro, der Eigenumsatz, der sich vor allem aus Provisionseinnahmen zusammensetzt, ging um 55 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro in die Knie.

Auch IT-Anbietern bringt Corona Einschnitte

Auch an bei den Technik-Dienstleistern hinterlässt Corona ein wirtschaftliches Desaster. Bei Amadeus stand in der Jahresbilanz unter dem Strich ein Verlust von 505 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 1,1 Milliarden Euro 2019. Immerhin: Laut Firmenchef Luis Maroto verfügte der GDS-Riese zum Jahresende noch über flüssige Mittel in Höhe von 3,5 Milliarden Euro.

Christian Schmicke

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