ITB-Gastland Angola will auf die touristische Bildfläche
Angola ist in diesem Jahr das offizielle Gastland der ITB Berlin und rückt damit als Reisedestination stärker in den Fokus. Das südwestafrikanische Land präsentiert sich in Halle 21 mit einem eigenen Messestand, der Informationen, Networking und Medienformate bündelt. Zu Beginn des Jahres hatte Angola seinen neuen Markenauftritt "Rhythm of Life" gelauncht.
Angola Tourism Board@Kleber Group
ITB-Gastland Angola hat einzigartige Naturlandschaften wie hier den Miradouro da Lua zu bieten
Die Eröffnungsgala der ITB am 2. März markiert den offiziellen Start der Partnerschaft mit Kultur, Musik und kulinarischen Angeboten. Am Messestand erwarten Fachbesucher Podiumsdiskussionen, Round Tables und ein TV-Studio für Interviews. Höhepunkt des Auftritts ist die "Angola Night" mit angolanischer Küche, Musik und Tanz, die das Land als lebendige und kulturell vielfältige Reisedestination erlebbar macht.
Angola investiert in den Tourismus
Mit seinem Auftritt als Gastland der ITB Berlin 2026 präsentiert Angola sowohl seine landschaftliche und biologische Vielfalt als auch seine Bemühungen im Bereich Naturschutz. Damit positioniert sich das Land als Reiseziel, das neben wirtschaftlichen Perspektiven vor allem Naturliebhabern und Fachbesuchern authentische und weitgehend unerschlossene Landschaften bietet. Im Februar hat der angolanische Präsident angekündigt, 449 Millionen Euro für den Ausbau integrierter Infrastruktur in zentralen Tourismusregionen des Landes zu investieren. Bereits seit Monaten laufen Werbekampagnen in den touristischen Fachmedien.
Offizielles Ziel der Regierung ist es, bis 2050 zwei Millionen Touristen ins Land zu locken. Im Jahr 2019 kamen 218.000 Menschen ins Land, diese Zahlen wurden aber nach der Covid-Pandemie nie wieder erreicht. Aktuell trägt der Tourismus 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Vielfältige Naturlandschaften
Angola zeichnet sich durch eine breite landschaftliche Vielfalt aus. Es verbindet tropische Regenwälder im Norden, offene Savannen im Zentrum und trockene, wüstenähnliche Regionen im Süden. Dieses Nebeneinander verschiedener Ökosysteme macht Angola zu einem der artenreichsten Länder Afrikas.
Die dichten Wälder im Norden, insbesondere der Mayombe-Wald, bieten Lebensraum für zahlreiche seltene Tierarten. In den zentralen Savannen dominieren weitläufige Graslandschaften, die vielen Säugetieren und Vögeln Platz bieten. Die südlichen Regionen sind von trockenem Klima geprägt und weisen charakteristische Felsformationen und Wüstenlandschaften auf. Die lange Atlantikküste ist durch unberührte Strände, Felsenklippen und Lagunen gekennzeichnet, die das Land auch für Naturtouristen interessant machen.
Besonders auffällige Naturhighlights sind die Kalandula-Fälle, die mit 105 Metern zu den höchsten Wasserfällen Afrikas zählen, sowie der Miradouro da Lua, eine Landschaft mit markanten Erosionsformationen nahe Luanda. Weitere landschaftlich markante Orte sind das Huila-Plateau, die Pedras Negras de Pungo und der Tundavala Gap, die durch Schluchten, Panoramen und Felsformationen geprägt sind.