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23. Juni 2021 | 07:00 Uhr Anzeige
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Starke Inlandsnachfrage: So profitieren Hoteliers am meisten

Nach dem Lockdown erwarten Hoteliers im Inland vielerorts eine starke Zimmerauslastung für den Sommer und Herbst. Lukas Frankfurth, Geschäftsführer des Parkhotels Emstaler Höhe und Stephan Kloss, Geschäftsführer von kurz-mal-weg.de (KMW), sind vom Arrangementgeschäft überzeugt und sehen klar die Möglichkeiten vom aktuellen Tourismusboom zu profitieren.

Parkhotel Emstaler Höhe

Der Wellnessbereich des Parkhotels Emstaler Höhe ist immer öfter Bestandteil von Arrangements, die neue Gäste bringen

Lukas Frankfurth_Gastgeber_Parkhotel Emstaler Höhe_02_©Parkhotel Emstaler Höhe

Herr Frankfurth, Ihr Parkhotel Emstaler Höhe ist ein Familienbetrieb in dritter Generation im nordhessischen Bad Emstal, keiner klassischen touristischen A-Destination. Dennoch profitieren Sie von der starken touristischen Nachfrage. Was können sich Hoteliers von Ihnen abschauen?

Frankfurth (Foto links): Wir freuen uns tatsächlich über ein stetig wachsendes touristisches Geschäft. Obwohl Nordhessen nicht zu den bekanntesten und beliebtesten Feriendestinationen zählt, hat es touristisch sehr viel zu bieten. Den Edersee, die deutsche Fachwerkstraße, die deutsche Märchenstraße, Kassel mit dem Herkules und der Documenta. Außerdem sind wir die Grimm-Heimat. Wir engagieren uns im Hotel- sowie Tourismusverband und versuchen gemeinsam die Vorzüge und vielfältigen Möglichkeiten unserer Region noch bekannter zu machen. Dennoch haben wir gegenüber Hotels in touristisch bekannteren Regionen einen Wettbewerbsnachteil. Darum haben wir bereits vor vielen Jahren überlegt, wie wir als Hotel Gäste von uns und unserer Heimat begeistern können. Die Lösung bestand darin Arrangements zu kreieren, die die USPs unseres Hauses sowie der Region in den Vordergrund rücken. Dabei haben wir früh auf das Thema Brüder Grimm gesetzt und thematische Arrangements kreiert, die unsere Gäste emotional ansprechen.

Stephan_Kloss_GF_KMW_01_©kurz-mal-weg.de

Kloss (Foto links): Ja und das mit Erfolg. Arrangements wie das Feenglück gehören seit Jahren zu den beliebtesten und erfolgreichsten Arrangements auf unseren Portalen kurz-mal-weg.de, kurz-mal-weg.at sowie kurz-mal-weg.ch.

Mit Arrangements konnten Sie nicht nur Ihr touristisches Geschäft ausbauen, Sie haben auch Ihren Bekanntheitsgrad deutlich erhöht – können Sie dies erläutern?

Frankfurth: Gute Arrangements zu kreieren, ist extrem wichtig, allerdings nicht der einzige Erfolgsfaktor. Entscheidend ist ebenfalls eine hohe Sichtbarkeit für sich und seine Arrangements zu schaffen. Wir haben dabei früh auf Arrangementanbieter und vor allem kurz-mal-weg.de gesetzt. Mit Hilfe von kurz-mal-weg.de konnten wir unseren Bekanntheitsgrad schnell erhöhen, Gäste nach Nordhessen locken und uns ein starkes touristisches Geschäft aufbauen.

Kloss: Um unseren Beitrag an dieser Erfolgsstory nachvollziehen zu können, muss man verstehen, wie unsere Kunden ihr Wunschziel finden. Anders als bei gängigen Buchungsplattformen, haben Kunden von Arrangementanbietern meist kein klares Ziel. Sie suchen eher nach Reisethemen und Regionen und lassen sich gerne von Angeboten inspirieren. Bei KMW erzielen wir beispielsweise mit Suchbegriffen wie „Kurzreise Hessen“ oder „Wellnesshotel NRW“ monatliche Besucherzahlen im mittleren vierstelligen Bereich. So werden Kunden auch auf Hotels aufmerksam, die in touristisch weniger bekannten Regionen liegen. Durch unsere Reichweite erhöhen Hotels auf diese Weise ihre Sichtbarkeit und erschließen sich einen neuen Gästekreis.

Frankfurth: Wir konnten uns erfreulicherweise über die Jahre eine große Stammkundschaft erarbeiten. Hierbei war die Kooperation mit kurz-mal-weg.de sicherlich einer der Erfolgsfaktoren. Im Rahmen der langen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit konnten wir uns stets auf die Unterstützung sowie die hohe Kompetenz im Bereich Online-Vermarktung von kurz-mal-weg.de verlassen.

Wie hat der plötzliche Tourismusboom in Deutschland Ihrer beider Geschäft verändert?

Frankfurth: Wir konnten uns 2020 über den besten Sommer unserer Geschichte freuen. Angefeuert durch die große Inlandsnachfrage durften wir so viele Gäste wie nie zuvor begrüßen, so dass es uns sogar gelang ausbleibende Übernachtungen im Geschäftsreise- und Tagungsbereich zu kompensieren. Die Emstaler Höhe steigerte dabei nicht nur die Auslastung, sondern freute sich nicht zuletzt dank KMW über besonders werthaltiges Geschäft.

Kloss: Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer, der über kurz-mal-weg.de getätigten Buchungen stieg von 2,2 in 2019 bis heute auf 3,6 Nächte und der durchschnittliche Buchungswarenkorb auf 520 Euro. Dabei hilft die aktuell starke Nachfrage mit längeren Aufenthalten und größeren Budgets. Wir unterstützen diese Entwicklung aber auch gezielt. Wir können Entwicklungen sehr früh erkennen und geben Erkenntnisse schnell an die Hotels weiter. So haben wir bereits früh begonnen, gemeinsam mit unseren Hotelpartnern das Angebot anzupassen und bieten noch mehr längere und hochwertige Arrangements an. Auch haben wir in unsere IT investiert und beispielsweise unsere Buchungsstrecke überarbeitet. Verlängerungsnächte, der Kategorieverkauf sowie Zusatzleistungen sind dadurch noch präsenter in den Buchungsprozess eingebunden und tragen dazu bei, dass wir unseren Partnerhotels werthaltiges Geschäft vermitteln können. Wir freuen uns aktuell über einen durchschnittlichen RevPAR von 150 Euro und sind sehr zuversichtlich, dass auch 2021 ein touristisches Boom Jahr wird.

Herr Kloss, als Geschäftsführer einer Buchungsplattform beobachten Sie bestimmt den gesamten Hotelmarkt in der DACH-Region. Welche Buchungstrends können Sie erkennen und kann dabei die gesamte Hotellerie profitieren? 

Kloss: Sowohl Ferien- als auch Stadthotels haben weiter eine hohe Nachfrage zu erwarten und Arrangements werden in allen Bereichen nachgefragt. Neben Wellness-, Thermen- und Städtereisenarrangements, dürfen sich seit letztem Jahr auch immer mehr Aktivaufenthalte wie Wander- oder Radreisearrangements großer Beliebtheit erfreuen.

Frankfurth: Das stimmt. Wir verspüren eine starke Nachfrage nach naturnahen Angeboten und unterstützen dies, indem wir Leistungen wie Lunchpakete oder Minigolf in Arrangements inkludieren. Darüber hinaus bauen wir Leistungen aus unserem reichhaltigen F&B-Angebot sowie Wellnessanwendungen in die Pakete ein. Dies kommt bei den Gästen gut an und führt dazu, dass wir nicht nur Logisumsatz erwirtschaften, sondern auch alle anderen Outlets im Haus miteinbeziehen. Auch sind wir auf diese Weise weniger preislich vergleichbar. Zwei weitere Vorteile des Arrangementgeschäfts.

Herr Kloss, was würden Sie Hoteliers raten, die nun Interesse daran haben, ins Arrangementgeschäft einzusteigen, aber vielleicht vor dem Aufwand und dem Know-how zurückschrecken?

Kloss: Auch mit bereits geringem Aufwand lassen sich interessante Arrangements erstellen. Beispielsweise durch die Inkludierung von Leistungen wie einer Rad- oder Wanderkarte, einem Stadtplan, einem Begrüßungsgetränk oder einem reservierten Parkplatz. Ich möchte wirklich alle interessierten Hoteliers ermutigen den Einstieg ins Arrangementgeschäft zu wagen. Wir überlegen gerne individuell mit jedem Hotelpartner, wie man sich bestmöglich aufstellen kann und was es sich lohnt anzubieten. Darüber hinaus ist eine Zusammenarbeit mit uns risikolos, da wir keine Einrichtungsgebühren, Jahresbeiträge oder WKZs erheben, sondern lediglich im Erfolgsfall eine Kommission. Hinzu kommt, dass wir Hotels und ihre Arrangements gegen die EU-Pauschalreiserichtlinie absichern und man in einer Zusammenarbeit mit uns maximal flexibel in Vermarktungsfragen ist.

Parkhotel Emstaler Höhe_01_©kurz-mal-weg.de

Nähere Informationen finden interessierte Hotels unter: www.kurz-mal-weg.de/c/hotel-partner

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