Zu einer ungewöhnlichen, aber offenbar ziemlich wirkungsvollen Maßnahme griffen am Wochenende die Bewohner der mexikanischen Insel Holbox im Norden der Halbinsel Yucatán. Nachdem sie rund eine Woche lang nahezu ohne Wasser und Strom verbracht hatten, machten sie am Wochenende kurzerhand den Hafen für die Fähre dicht, die Yucatán mit der Insel verbindet, und verhinderten so, dass Besucher dorthin gelangen konnten. Via Facebook ließ die Chefin des örtlichen Hotelverbandes, Barbara Hernandez,wissen, man wolle die Behörden, die sich nicht um die Probleme von Holbox kümmerten, auf diese Weise erneut auf die Misstände aufmerksam machen und sie zum sofortigen Handeln zwingen. "Wir hatten kein Wasser und keinen Strom, und auch die Kommunikation funktionierte ohne Internet und Mobilfunksignal nicht. Die Situation war schrecklich", sagte Hernandez gegenüber mexikanischen Medien.