Das zeigt die Halbjahresbilanz der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP). In diesem Zeitraum gingen 7.745 Schlichtungsanträge von Flugreisenden bei der kostenlos arbeitenden Schlichtungsstelle ein. Das entspricht einer Steigerung von 45 Prozent zum Vorjahr. Allein im Juni riefen 2.074 Flugreisende die SÖP an, um auf Basis des europäischen Passagierrechts einen finanziellen Ausgleich von der Fluglinie zu verlangen, der ihnen verweigert worden war. Verantwortlich für die wachsende Unzufriedenheit der Reisenden in Deutschland sind laut SÖP die häufigen Verspätungen und Flugausfälle. Sie seien bedingt durch Engpässe bei der Flugsicherung, die Streiks der Fluglotsen, lange Wartezeiten bei den Passagierkontrollen und eine Häufung von Unwettern. Bei den stark ansteigenden Zahlen müsse jedoch auch berücksichtigt werden, dass der Bekanntheitsgrad der Schlichtungsstelle stark zugenommen habe.