Im Gespräch am Rande der Vertriebsveranstaltung "Thomas Cook Travel Connexion" in Frankfurt stellte Kontinentaleuropa-Chefin Stefanie Berk klar, dass die veranstalterübergreifende Regelung zur Weitergabe von Handynummern der Kunden für Notfälle, an der beim DRV gearbeitet wrd, dringend erforderlich sei. Sie werde eingeführt – notfalls auch ohne Tui, die die freiwillige Selbstverpflichtungserklärung im Zusammenhang mit der Initiative nicht unterzeichnet hat. Das Projekt SMS-Assist sieht vor, dass Reisebüros den Veranstaltern die Handynummern ihrer Kunden weiterleiten, damit sie diese in Notfällen kontaktieren können. Mit der Selbstverpflichtung erklären die Veranstalter, dass sie die Daten nicht für andere Zwecke nutzen. Berk erklärte, dass den Veranstaltern die Handynummern der Kunden im Notfall zur Verfügung stehen müssten, um sie so schnell wie möglich zu informieren. Dies sei vor allem bei Städtereisen wichtig, bei denen meist keine Reiseleitung vor Ort sei. Doch daran hapere es noch. So habe man nach dem Anschlag auf Touristen in Istanbul nur 30 Prozent der Gäste auf diesem Weg erreichen können. "Dass Reisebüros für diese Notwendigkeit kein offenes Ohr haben, entzieht sich meinem Verständnis," sagt die Cook-Chefin.