Die neuen Agenturverträge beinhalten für Reisebüros die Wahlfreiheit zwischen Direkt- und Reisebüroinkasso. Außerdem verspricht Vertriebschef Kevin Keogh, die Reisebüros seien künftig besser vor Beratungsklau geschützt. Darüber hinaus wird die Nutzung der Kundendaten der Reisebüros neu geregelt und erlaubt künftig die Buchung aller Veranstaltermarken der DER Touristik Deutschland mit einem Vertrag. Büros, die bisher nur einen Agenturvertrag für die Kölner- oder Frankfurter Marken hatten, können nun alle Veranstaltermarken der DER Touristik Deutschland buchen.
Vergangene Woche hat es der Europäische Branchenverband ECTAA endlich geschafft, die EU-Kommission zur klar und deutlich zur Einführung einer Kundengeldabsicherung gegen Insolvenz für Airlines aufzufordern. Nachdem sich DRV-Präsident im Umfeld der DRV-Jahrestagung lediglich zu einem klaren „Ja, aber…“ durchringen konnte und mehr Worte darauf verwendete, die Belastung der Luftfahrtindustrie durch Steuern und Abgaben anzuprangern, als sich um das eigentliche Thema zu kümmern, ist das ein gutes Zeichen. Der DRV folgte dem ECTAA-Appell übrigens per Pressemitteilung mit einem erneuten „Ja, aber…“ und pochte noch einmal auf die Wettbewerbsneutralität der Maßnahmen.
Seit einer Ewigkeit wird darüber diskutiert, nun sollen den Worten endlich Taten folgen. Die griechische Kykladeninsel Santorin, wegen ihrer beeindruckenden Vulkancaldera und des überwältigenden Ausblicks von den Dörfern am Kraterrand bei Inselbesuchern und Kreuzfahrttouristen gleichermaßen beliebt, will eine niedrigere Grenze für die Zahl der Kreuzfahrer setzen, die das Eiland zur gleichen Zeit frequentieren dürfen. So sollen in diesem Jahr statt wie bisher 12.000 Besucher nur noch 8.000 Tagesgäste auf die Insel gelangen.
Der europäische Reisebüro- und Reiseveranstalterverband ECTAA hat die EU-Kommission aufgefordert, "effiziente Maßnahmen zu ergreifen, um europäische Fluggäste gegen Airline-Pleiten abzusichern". Allein in den vergangenen drei Monaten hätten die Pleiten von Monarch, Airberlin und Niki rund 1,34 Millionen bezahlte Tickets wertlos gemacht. Bereits 2011 und 2013 hätten Berichte der EU-Kommission darauf aufmerksam gemacht, dass die reine Anzahl von Airline-Pleiten zwar gering sei. Bei jeder einzelnen Insolvenz sei der Schaden für die betroffenen Kunden jedoch groß. Dennoch habe die EU-Kommission den Standpunkt vertreten, dass die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen die Kunden ausreichend schützten.
Die Automation im digitalen Marketing setzt künftig auf automatisierte SEO-Texte, personalisierte Kundendialoge via Mail und Whatsapp oder komplett durchgetaktete User-Journeys. Transaktionen mit Bitcoins und Blockchain werden alltagstauglich. One to One
Tourismusprofessor Harald Pechlander über Lösungen in der Overtourism-Debatte
Mit dem Iran ist im Bereich Rund- und Studienreisen einer der wichtigsten Hoffnungsträger der vergangenen Jahre in innenpolitische Turbulenzen geraten. Seit der letzten Dezemberwoche kommt es in vielen Städten des Landes zu Protesten, die sich gegen die Regierung, die schlechte wirtschaftliche Lage und immer öfter auch gegen das politische System des islamisch regierten Staates richten. Dabei nimmt die Gewaltbereitschaft zu. Bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften kamen in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen ums Leben oder wurden verletzt. Jüngste Brennpunkte der Proteste waren die Städte Kermanschah und Nadschafabad in der Nähe von Isfahan. Das Auswärtige Amt hat am Silvestertag seinen Sicherheitshinweis und fordert Reisende zu erhöhter Aufmerksamkeit, zur Meidung von Protestveranstaltungen und zum strikten Verzicht auf Filmaufnahmen, auch per Handy, auf.
Das soll von Mitte des Monats an möglich sein. Mit dem Schritt will die Airline unabhängiger von den Bestellungen der Veranstalter werden. Derzeit beträgt der Einzelplatzverkauf rund 40 Prozent des gesamten Geschäfts von Sun Express. Der Ferienflieger kündigt für 2018 weitere Maßnahmen an, mit denen er seine Präsenz am Counter erhöhen will. Touristik Aktuell
Nachdem in den vergangenen Tagen der Beschluss des italienischen Verkehrsministeriums, große Kreuzfahrtschiffe aus der Innenstadt von Venedig zu verbannen, für Schlagzeilen sorgte, hat sich nun der DRV zur Frage des Schadens und Nutzens von Kreuzfahrten für die angelaufenen Zielgebiete zu Wort gemeldet. Wenig überraschend betont der Ausschussvorsitzende "Schiff" des Verbandes, Aida-Chef Felix Eichhorn, zunächst einmal die wirtschaftliche Bedeutung des Kreuzfahrttourismus für die Zielgebiete. "Mit jedem Kreuzfahrtschiff besuchen hunderte Reisende vor Ort kulturelle Sehenswürdigkeiten und Restaurants, kaufen im Einzelhandel ein und nutzen regionale Ausflugsangebote", erklärt er. Als Branche sei die Kreuzfahrtindustrie damit "auch Entwicklungsmotor in den Destinationen".