Von Christian Schmicke
Von Christian Schmicke
Student Fabian Höhne wollte letztes Jahr mit einem Last-Minute-Flugticket spontan und günstig verreisen. Doch am Schalter blieb er stehen, zu spät. Höhne recherchierte und fand zudem heraus, dass trotz seiner Erfahrung 20 Prozent aller Flugplätze leer bleiben. Die will er nun füllen, mit Studenten, so die Kurzfassung der Geschäftsidee des Reise-Start-ups Flyla aus München.
So beliebt sie auch sind, Kreuzfahrten haben eine Menge Kritiker und sogar Gegner. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des vom Marktforschungsinstitut Nordlight Research herausgegebenen Trendmonitors Deutschland. Immerhin geben 14 Prozent der befragten Bundesbürger an, Kreuzfahrten zu lieben, und weitere 20 Prozent, aus Neugier künftig einmal eine Kreuzfahrt auszuprobieren sowie zehn Prozent, innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Hochsee-Kreuzfahrt unternehmen zu wollen.
Davon ist Markus Heller, Chef der Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner, überzeugt. Auf der Basis einer Studie zu Strukturveränderungen im deutschen Reisemarkt stellte er auf dem FVW-Kongress der fest, Booking decke mit eigenen Portalen und dem Zukauf von Metasearchern bereits viele Bereiche der Touristik ab. Mit dem Kauf des Gastro-Reservierungsportals Opentable mische der Konzern nun auch bei "schnelldrehenden“ Produkten mit. In diesem Sektor, der sich gegenüber Hotelreservierungen und Reisen durch die erheblich häufigere Nutzung auszeichnen, sei Booking bislang noch nicht vertreten gewesen. Im Zuge der Ausbreitung in sämtliche Bereiche der Branche und ausgestattet mit einem riesigen Stamm an Kundendaten nähere sich Booking dem Vorbild Amazon, an dem sich viele touristische Sektoren orientieren wollten, immer stärker an.
Dies hat der Kranich bereits im Frühjahr für den deutschen Markt angekündigt und in anderen Ländern bereits umgesetzt. Ab dem 9. Oktober sind die günstigsten Tickets der Lufthansa, (Tarifklassen Economy Light und Business Saver) ausschließlich auf direkten Vertriebs- und NDC-Buchungskanälen, inklusive der LH-Website, verfügbar. Touristik Aktuell
Die neue Optik von Tripadvisor, der weltgrößten Reise-Website, lehnt sich an das Social-Media-Portal an und auch die Funktionalität erinnert an Facebook. Im Zentrum der neuen Homepage steht künftig der Reise-Feed, der ähnlich wie bei Facebook funktioniert, jedoch ausschließlich Reiseinhalte enthält. Hier lassen sich relevante Informationen für die Reise schneller finden.
Das zeigt eine aktuelle Studie zum europaweiten Einkaufsverhalten. Hierzulande kaufen 55 Prozent lieber in einem Geschäft ein, davon holen sich 29 Prozent ihre Inspiration online, 26 Prozent direkt im Laden. Bei der Umfrage wurden zwölf verschiedenen Branchen, unter anderem Reisen, Bekleidung und Beauty berücksichtigt.
Klare Kante zeigt der Reiseveranstalter aus Australien gegen eine besondere Form des "Volontourism", bei dem Besuche oder die Betreuung von Kindern in Waisenhäusern durch Reisende aus wohlhabenden Ländern im Mittelpunkt stehen. Während weltweit mehr als acht Millionen Kinder in Waisenhäusern und Pflegeheimen lebten, hätten in Wirklichkeit vier von fünf Kindern ein lebendes Elternteil oder Familienmitglied, berichtet der auf Gruppenreisen spezialisierte Veranstalter. Ein Besuch in einem Waisenhaus, um Geld zu spenden oder dort einige Zeit Kinder zu betreuen, scheine auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein, doch oft würden diese Kinder ausgebeutet, um Touristengelder einzunehmen.
Vom 8. bis 26. Oktober sind über 50 Veranstaltungen in der DACH-Region und Luxemburg geplant, unter anderem in Aachen, Bremen, Dresden, Kassel, Mannheim, Freiburg, Passau und Saarbrücken. Reisebüros und Agenturen bekommen Infos zum neuen Programm von Studiosus und Marco Polo sowie zu geplanten Verkaufsförderungsmaßnahmen. Travel One
Ausflüge und Events sind in der Touristik offenbar das nächste große Ding. Von Hotelbuchungsplattformen über OTAs bis hin zu Google stürzen sich zahlreiche Akteure auf das Geschäftsfeld, das auf der einen Seite noch durch den Verkauf durch Reiseleiter im Hotel und Werbeaktivitäten kleiner Anbieter vor Ort sowie junge, spezialisierte Unternehmen wie Get Your Guide andererseits geprägt ist. Bereits im Februar erklärte auch Tui-Chef Fritz Joussen, dass dieser von den klassischen Reiseanbietern bislang eher hemdsärmelig angegangene Bereich nun zum strategischen Wachstumsfeld des Konzerns werden solle.