Kommt nach der Pauschalreiserichtlinie noch ein weiteres Bürokratiemonster aus Brüssel? Der DRV befürchtet für Reisebüros, die noch Bahnfahrkarten verkaufen, neues Ungemach. Hintergrund sind Pläne der Gemeinschaft, die Fahrgastrechteverordnung im Eisenbahnverkehr neu zu fassen. Reisende sollen dadurch mehr Informationen und Hilfe bei Verspätungen und Zugausfällen erhalten. Dabei sollen auch Fahrkartenverkäufer, die nur eine Vermittlerfunktion haben, stärker in die Pflicht genommen werden. Das betreffe derzeit rund 2.100 Reisebüros mit DB-Lizenz, erklärt der Branchenverband. Diese müssten nach aktuellen EU-Plänen Reisende auch nach ihrem Reiseantritt über Verspätungen und Anschlussverbindungen informieren. Außerdem wären sie verpflichtet, Hilfeleistungen im Fall von Verspätungen zu leisten, also Mahlzeiten anzubieten und für eine möglicherweise notwendige Hotelunterbringung zu sorgen sowie einen Beschwerdemechanismus einzurichten.