In den vergangenen Tagen ließ Lufthansa eine Erfolgsmeldung in Sachen "Direct Connect" auf die andere folgen. Alle sollten dieselbe Botschaft transportieren: Die vor einem Jahr eingeführte "Distribution Cost Charge" (DCC) in Höhe von 16 Euro pro Ticket für GDS-Buchungen hat dazu geführt, dass sich immer mehr Reisebüros, Ticketgroßhändler, Veranstalter, Firmenkunden und Geschäftsreisedienstleister direkt an die Buchungssysteme der Airline binden. Die Fluggesellschaft verweist dabei auf Großkunden wie Siemens und Volkswagen sowie Veranstalter wie Thomas Cook und Tui Suisse als Neuzugänge mit Direct-Connect-Anbindung. Nun seien "nahezu alle bedeutenden touristischen Partner in Deutschland" und 1.500 Iata-Agenturen weltweit direkt angebunden oder stünden "im engen Austausch zur Entwicklung einer Schnittstelle". Das sei "ein großer Schritt auf unserem Weg in eine neue Vertriebslandschaft in der Airline-Industrie", verkündete Vertriebschef Jens Bischof. Ein wichtiger Partner ist dabei ironischerweise GDS-Anbieter Amadeus. Dessen Tochterunternehmen Ifao trieb die Entwicklung der Schnittstellen für Siemens und VW mit voran.