Natürlich nennt er den Namen der Konkurrenz nicht. Aber wenn NCL-Europachef Christian Böll sein Produkt beschreibt, werden einige Parallelen zu Tui Cruises deutlich. Etwa, wenn es um die Philosophie geht, den Gästen an Bord möglichst viel Freiheit und Flexibilität zu bieten. So kennen die "Freestyle Cruiser“ der Reederei keine festgelegten Tischzeiten oder zugewiesenen Sitzplätze. Am augenfälligsten sind die Ähnlichkeiten in der Positionierung aber bei der im Reisepreis enthaltenen Premium-All-inclusive-Verpflegung, die hierzulande vor zwei Jahren eingeführt wurde, mittlerweile für sämtliche europäische Quellmärkte gilt und der Nachfrage für die Schiffe von Norwegian Cruise Line einen deutlichen Schub brachte. Ein wesentlicher Unterschied zur deutsch-amerikanischen Konkurrenz mit Sitz im Hamburg besteht allerdings. NCL-Gäste sollten internationales Flair schätzen. Wenngleich wichtige Informationen auch in deutscher Sprache verfügbar sind, ist die Umgangssprache eher Englisch. Und auch einige Attraktionen auf den Neubauten der Reederei, wie etwa die zweigeschossige, 300 Meter lange E-Kart-Bahn und die Freiluft-Arena für Laser-Tagging, wären auf nicht-amerikanischen Schiffen nur schwer vorstellbar.