Dass die These des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, die Bahn solle ihren Investitionsbedarf über höhere Preise decken, auf ein starkes Echo stoßen würde, war zu erwarten. Die Opposition, Fahrgastverbände und Verbraucherschützer reagierten denn auch gleich mit heftiger Kritik am Vorstoß des CDU-Staatssekretärs. So erklärte etwa Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands, die Bahn müsse in erster Linie ihre Attraktivität steigern, indem sie pünktlicher fahre, besser informiere, transparente Preise biete und Erstattungen zügig bearbeite. Wer die Erhöhung von Dieselpreisen ausschließen und die Ticketpreise bei der Bahn verteuern wolle, konterkariere damit das selbstgesetzte Ziel, mehr Kunden auf die Schiene zu holen.