Achat lässt die Hoteldirektoren von der Leine
Achat hat in drei Bereichen Optimierungen angestoßen, teilt Geschäftsführer Philipp von Bodman (Foto) mit. Man legt den Fokus auf Businessgäste, Tagungen und Meetings. Ein zentrales Property Management System ersetzt Einzellösungen in den Hotels und man will den Hoteldirektoren mehr unternehmerische Freiheiten einräumen.
Achat
Philipp von Bodmann will die Achat-Hotels neu ausrichten
Um schneller auf lokale Marktgegebenheiten reagieren zu können, überträgt Achat den Hoteldirektoren mehr unternehmerische Verantwortung. Dazu zählen unter anderem lokale Vertriebs- und Marketingaufgaben. Die Häuser können eigenständig Kunden akquirieren, Volumenverträge abschließen und Kooperationen mit Stadtmarketing-, Tourismus- oder Wirtschaftsorganisationen eingehen. Laut von Bodman lebt die Hotelgruppe von der Individualität ihrer Standorte. Entsprechend sollen die Verantwortlichen vor Ort mehr Gestaltungsspielraum erhalten und ihre Märkte eigenständiger entwickeln können.
Klare Ausrichtung auf Geschäftsreisende und Mice
Achat richtet seine Hotels strategisch neu aus und legt den Schwerpunkt künftig stärker auf Geschäftsreisende sowie das Tagungs- und Veranstaltungsgeschäft. Businessgäste sollen wieder den Großteil der Kunden in den 31 Häusern der Marken Achat und Loginn ausmachen. Gleichzeitig will die Gruppe ausgewählte Leisure-Angebote weiterentwickeln, etwa für Familien, Städtereisende, Wanderer, Motorradfahrer, Oldtimerfans oder Radurlauber. "Unsere gewachsene Stärke im Markt liegt auf Geschäftsreisenden und Mice-Dienstleistungen – hier setzen wir unsere Ressourcen am effektivsten ein", sagt Philipp von Bodman, geschäftsführender Gesellschafter der Achat Hotels.
Einheitliche IT-Strukturen für mehr Effizienz
Parallel dazu hat Achat seine IT-Landschaft vereinheitlicht. Ein zentrales Property Management System ersetzt die bislang unterschiedlichen Lösungen in den Hotels. Ergänzt wird dies durch eine konsolidierte Datenbank, einen einheitlichen Channelmanager und eine gemeinsame Internet Booking Engine. Auch im Revenue Management setzt die Gruppe verstärkt auf standardisierte Prozesse. Neue Systeme für Personaleinsatzplanung, Zeiterfassung und Recruiting sollen zudem die internen Abläufe effizienter gestalten. Ziel sei es, das Unternehmen organisatorisch schlanker aufzustellen und den Fokus stärker auf das operative Geschäft sowie die Bedürfnisse der Gäste zu richten.