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10. Juni 2026 | 14:55 Uhr
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Mailen

Alpenhotellerie wächst im Sommer vor allem über Preise

Die Hotellerie im Alpenraum startet stabil in den Sommer. Die Auslastung liegt mit 42 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau, die Zimmerpreise steigen um fünf Prozent. Das Umsatzwachstum entsteht vor allem über höhere Raten. Gleichzeitig setzen kürzere Buchungsvorläufe und steigende Kosten die Margen unter Druck.

Sonnenterrasse Alpen

Die Hotels im Alpenraum verzeichnen solide Erlöse

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Die Hauptreisezeit im Alpenraum bleibt aus Sicht vieler Betriebe noch ausbaufähig. Für Juli und August liegen die aktuellen Auslastungen bei 51 und 45 Prozent. Nach Einschätzung von Kohl & Partner und Rateboard buchen Gäste kurzfristiger als im Vorjahr.

Der starke Mai mit 58 Prozent Auslastung ist laut Analyse vor allem auf verschobene Feiertage und frühere Saisonöffnungen zurückzuführen. Im Juni liegt die Auslastung ebenfalls bei 58 Prozent, allerdings leicht unter dem Vorjahr. In der gemeinsamen Betrachtung relativiert sich damit der Kalendereffekt.

Südtirol bleibt bei der Auslastung vorn

Regional zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Südtirol erreicht mit 48 Prozent die höchste Gesamtauslastung im Alpenraum und behauptet seine Marktstellung. Bayern liegt mit 43 Prozent stabil auf Vorjahresniveau. Tirol steigert sich auf 37 Prozent und verzeichnet damit das stärkste relative Wachstum, bleibt aber weiterhin unter den übrigen Regionen.

Beim durchschnittlichen Zimmerpreis führt ebenfalls Südtirol mit 330 Euro pro Nacht. Bayern erzielt mit plus sechs Prozent den höchsten prozentualen Anstieg und kommt auf 242 Euro. Tirol liegt bei 256 Euro.

Ergebnis rückt stärker in den Fokus

Das Umsatzwachstum basiert nach Einschätzung der Analysten vor allem auf höheren Preisen. Die Nachfrage selbst wächst kaum. Gleichzeitig steigen die Kosten für Personal, Energie und Wareneinsatz weiter.

Thomas Steiner von Kohl & Partner spricht von einer stabilen, aber fragileren Marktlage. Entscheidend sei nicht der steigende Revpar, sondern ob Betriebe ihre Ergebnisstruktur absichern könnten. Rateboard-Geschäftsführer Matthias Trenkwalder empfiehlt eine eng an der Nachfrage orientierte Preissteuerung. Gerade für Juli und August seien flexible Raten entscheidend.