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7. Mai 2026 | 17:43 Uhr
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Deutschland weiter vorn bei internationalen Geschäftsreisen

Deutschland bleibt 2025 trotz rückläufiger traditioneller Geschäftsreisen weltweit führendes Geschäftsreiseziel. Während der Markt unter geopolitischen Risiken leidet, wächst der Anteil der Bleisure‑Reisen. Die Branche blickt dennoch optimistisch nach vorn, zeigt das Meeting‑ & Event-Barometer der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT).

Geschäftsreise Airport Fluganzeige Foto iStock Rawpixel Ltd.jpg

Deutschland konnte seine Position im internationalen Geschäftsreisemarkt halten, aber das Volumen ging zurück

Der internationale Geschäftsreisemarkt befindet sich im Wandel. Die aktuellen Daten des Meeting‑ & Event-Barometers 2025/26 und des World Travel Monitors zeigen, dass traditionelle Geschäftsreisen weltweit zurückgehen. Für Deutschland bedeutet das ein Minus von sechs Prozent auf 13,8 Millionen Incoming‑Reisen. Dennoch behauptet das Land mit einem globalen Marktanteil von zehn Prozent seine Spitzenposition als global führendes Geschäftsreiseziel.

Rückgänge bei klassischen Geschäftsreisen

Besonders vom Rückgang betroffen ist das Segment der traditionellen Geschäftsreisen, das um 16 Prozent schrumpft. Aus Übersee dient fast jede dritte Reise nach Deutschland geschäftlichen Zwecken. Auch hier zeigt sich ein Rückgang, jedoch weniger stark als im globalen Trend.

Petra Hedorfer von der DZT sieht als Ursachen unter anderem eine veränderte Weltwirtschaftslage und die digitale Transformation. Gleichzeitig betont sie die Chancen im wachsenden Bleisure‑Segment. Zwischen November 2024 und Oktober 2025 verlängerten 16 Prozent der ausländischen Geschäftsreisenden ihren Aufenthalt privat, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Mice‑Reisen bleiben stabil

Reisen zu Messen, Meetings, Seminaren und Kongressen bilden weiterhin das Rückgrat des Geschäftsreisemarkts. Sie machen 64 Prozent aller internationalen Geschäftsreisen nach Deutschland aus. Neun Prozent der globalen Mice-Reisen führten 2025 nach Deutschland. Die wichtigsten Quellmärkte bleiben europäische Nachbarländer, ergänzt durch USA und China. Matthias Schultze vom German Convention Bureau spricht von einer "robusten internationalen Nachfrage". Der Anteil internationaler Teilnehmender an Veranstaltungen liegt bei 10,7 Prozent.

Trend zu größeren Veranstaltungen

395,1 Millionen Menschen nahmen 2025 physisch an Veranstaltungen in Deutschland teil, ein Plus von 4,6 Prozent. Die Zahl der Events blieb stabil, die Business‑Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern nahmen zu.

Positive Erwartungen trotz Risiken

Geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Unsicherheiten prägen den Ausblick. Dennoch erwarten 87 Prozent der Veranstalter eine gute Lage. Auch die Anbieter blicken mehrheitlich optimistisch auf das Jahr.

Das Management Summary des Meeting‑ & Event-Barometers steht kostenlos bei der DZT zum Download bereit.

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