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4. März 2021 | 07:00 Uhr
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Endgültiges Aus für deutsche Hotels von Star Inn

Auch wenn der Corona-Lockdown irgendwann ein Ende findet, bleiben sieben Hotels der insolventen Star-Inn-Gruppe geschlossen, weil das Geld fehlt. Betroffen sind die Häuser in Karlsruhe, Stuttgart, Bremen, Heidelberg, Frankfurt, Regensburg und Unterschleißheim. Dadurch gehen 120 Arbeitsplätze verloren, so der Insolvenzverwalter.

Insolvenz

Kein Investor in Sicht für sieben deutsche Star-Inn-Hotels, die daher nicht wieder öffnen werden.

"Weder Vermieter noch Investoren können die Situation derzeit kalkulieren", sagt Insolvenzverwalter Tobias Hirte von der Kanzlei Schultze und Braun. "Weil auch die beantragten staatlichen Hilfen zunächst nicht flossen und unmittelbar vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgelehnt wurden, war es nicht möglich, die Investorensuche über den Februar hinaus fortzusetzen", so Hirte weiter. Demnach wurde die Eigenverwaltung beendet und das Verfahren in ein Regelinsolvenzverfahren überführt.

Das Karlsruher Amtsgericht bestätigte, dass die Insolvenzverfahren über die Star Inn Deutschland GmbH (Az. 30 IN 715/20) und die Star Inn Bayern GmbH (Az. 50 IN 714/20) Anfang März eröffnet worden seien. Rund 120 von den Schließungen betroffene Mitarbeiter wurden in einer Belegschaftsversammlung über das Aus der Hotelgruppe informiert, teilt der Insolvenzverwalter mit.

Drei weitere Häuser der Hotelkette, zwei in München und eines in Dresden, seien kurz vor dem Insolvenzantrag verkauft worden. Laut "AHGZ" kündigten die Insolvenzverwalter an, diese Übertragungen im Laufe des Verfahrens genauer zu untersuchen. "Wir werden prüfen, inwieweit die mit der Übertragung verbundenen Geschäfte rechtens waren oder ob die Gläubiger durch diese Transaktionen benachteiligt wurden“, sagt Hirte.

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