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5. August 2026 | 15:08 Uhr
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Geschäftsreisemarkt wächst vor allem wegen höherer Preise

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen sollen 2026 um 7,2 Prozent auf knapp 1,5 Billionen Euro steigen. Die Zahl der Reisen wächst nach Prognose der Global Business Travel Association (GBTA) jedoch nur um 1,3 Prozent, ein Großteil des Zuwachses entfällt damit auf höhere Preise.

Geschäftsreisende

Der Geschäftsreisemarkt dürfte in den kommenden Jahren moderat wachsen, schätzt die GBTA

Im vergangenen Jahr entwickelte sich der Markt laut GBTA besser als erwartet. Die weltweiten Geschäftsreiseausgaben stiegen 2025 um 8,4 Prozent auf knapp 1,4 Billionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte die GBTA lediglich mit 6,6 Prozent Wachstum gerechnet. Als Gründe nennt sie eine robustere Konjunktur, einen schwächeren US-Dollar und nachlassende Handelskonflikte in der zweiten Jahreshälfte.

Bis Ende 2025 hatten 14 der 15 größten Geschäftsreisemärkte ihre nominalen Ausgaben von 2019 wieder erreicht. Einzige Ausnahme war China, das diese Schwelle nach der Prognose erst im laufenden Jahr überschreiten wird.

Mehr Geld für nur wenig mehr Reisen

Hinter dem weiteren Ausgabenwachstum steckt vor allem die Preisentwicklung. Weltweit wurden 2025 rund 1,82 Milliarden Geschäftsreisen unternommen. 2026 soll ihre Zahl lediglich um 1,3 Prozent steigen, während die Ausgaben um 7,2 Prozent zulegen. Die GBTA verweist auf höhere Transport- und Energiekosten sowie auf Störungen des Flugverkehrs.

Die meisten Geschäftsreisen entfielen 2025 auf Asien-Pazifik und Europa. Beide Regionen kamen auf jeweils mehr als 600 Millionen Reisen. Für 2026 erwartet die GBTA in Asien-Pazifik und Nordamerika ein überdurchschnittliches Mengenwachstum. Im Nahen Osten und in Afrika dürfte die Zahl der Reisen wegen des Iran-Krieges dagegen um fast zwölf Prozent sinken.

Auch für Asien und Europa wurde der Ausblick zurückgenommen. Beide Regionen sind von Energieimporten aus dem Nahen Osten sowie von wichtigen Reise- und Handelsrouten durch die Region abhängig. In Amerika stützen dagegen die Konjunktur und Investitionen das Geschäft. In den USA verbessert vor allem der Boom bei Technologie und künstlicher Intelligenz nach Auffassung der GBTA die Aussichten.

Deutschland bleibt drittgrößter Markt

Die USA bleiben 2026 mit erwarteten Ausgaben von 366 Milliarden Euro der größte Geschäftsreisemarkt, knapp vor China mit 350 Milliarden. Deutschland folgt mit knapp 78 Milliarden Euro auf Rang drei. Gegenüber 2025 entspricht das einem Plus von 6,7 Prozent.

Langfristig bleibt die Prognose positiv, das Wachstum verliert aber an Tempo. Für 2027 erwartet die GBTA globale Ausgaben von 1,57 Billionen Euro, für 2029 1,7 Billionen. Im Jahr 2030 soll der Markt 1,78 Billionen Euro erreichen. Unternehmen investierten weiterhin in Kundenbeziehungen, Technologie, Lieferketten und Wachstumsprojekte, die persönliche Treffen erforderten, so der Verband.

Reisende bleiben vorsichtig optimistisch

Fast drei Viertel der befragten Geschäftsreisenden waren 2025 mindestens ebenso häufig unterwegs wie im Vorjahr. In Europa fiel das Bild uneinheitlicher aus: 38 Prozent reisten häufiger, 31 Prozent seltener. Für 2026 erwarten 28 Prozent weltweit eine steigende Reisetätigkeit.

Die Zuversicht gilt vor allem für Inlandsreisen. Bei internationalen Reisen überwiegt dagegen leicht die Zahl derjenigen, die weniger häufig unterwegs sein wollen. Der durchschnittliche Aufwand lag 2025 bei 758 Dollar je Reise. Geschäftsreisende aus Asien-Pazifik gaben mit 1.013 Dollar am meisten aus, Europäer mit 712 Dollar am wenigsten.

Das Flugzeug blieb das wichtigste Verkehrsmittel. Knapp drei Viertel der Befragten flogen dienstlich, 42 Prozent davon üblicherweise in einer Premiumklasse. Auch die Bahn spielt eine wichtige Rolle: Weltweit nutzten sie 57 Prozent der Geschäftsreisenden, in Europa waren es 60 Prozent.

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