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3. Februar 2026 | 20:48 Uhr
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Hotelmarkt 2025 mit robuster Nachfrage und sinkenden Raten

Der deutsche Hotelmarkt blickt auf ein konsolidiertes Jahr 2025 zurück. Die Nachfrage blieb robust, die Raten standen jedoch stärker unter Druck. Deutschlandweit stieg die Auslastung leicht, während die durchschnittliche Rate (ADR) nachgab. Entsprechend tendierte der Revpar leicht ins Minus.

Investment Immobilien Immobilienmarkt Hotelmarkt Foto iStock NicoElNino

2025 war die Auslastung in Deutschlands Hotels zufriedenstellend, allerdings gaben die Preise nach

Top Performer 2025 waren weiterhin ausgewählte Metropolen, angeführt von München und Hamburg sowie die Hansestadt Rostock. München erzielte erneut den höchsten Revpar unter den analysierten Märkten und konnte als einer der wenigen A-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart) gegenüber 2024 zulegen. Hamburg blieb auf sehr hohem Niveau, verzeichnete jedoch einen Rückgang im Jahresvergleich. Köln zeigte sich robust mit moderatem Wachstum, während Berlin trotz guter Auslastung vor allem durch nachgebende Raten belastet wurde.

Big 7 zeigen Abschwächung

Betrachtet man die sieben A-Städte (Big 7) insgesamt, lagen diese 2025 weiterhin klar über dem bundesweiten Durchschnitt (rund +9%), zeigten jedoch eine leichte Abschwächung gegenüber dem Vorjahr (-2% im Jahresvergleich). Treiber war vor allem die rückläufige Tagesrate, die durch eine nur marginal höhere Auslastung nicht vollständig kompensiert werden konnte. Gleichzeitig nahm die Spreizung innerhalb der Big 7 sichtbar zu: Während sich München und Köln stabilisierten, entwickelten sich insbesondere Stuttgart sowie Frankfurt deutlich schwächer. Hamburg bleibt weiter auf hohem Niveau, Berlin verzeichnet rückläufige Preise.

B-Städte bleiben stabil, Münster ragt heraus

Die analysierten B-Städte (Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Essen, Hannover, Leipzig, Mannheim, Nürnberg, Münster, Wiesbaden) präsentierten sich 2025 insgesamt weitgehend stabil, blieben jedoch deutlich unter dem nationalen Revpar-Niveau (rund -16%). Positiv stach insbesondere Münster hervor: Der Markt kombinierte ein hohes Revpar-Niveau mit Wachstum und lag als einzige der betrachteten B-Städte oberhalb des bundesweiten Durchschnitts.

Über alle betrachteten Standorte hinweg zeigt 2025 ein klares Muster: Die Nachfrage bleibt robust, die Preisgestaltung rückt stärker in den Fokus. In vielen Märkten stieg die Auslastung, während der Revpar aufgrund sinkender Tagesrate dennoch unter Druck geriet. Entscheidend für 2026 wird sein, ob sich die Ratenentwicklung wieder stabilisiert und ob das Wachstum auch außerhalb einzelner Top-Destinationen getragen wird.

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