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12. September 2022 | 21:30 Uhr
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Ifo-Institut erwartet Winter-Rezession

Das Ifo-Institut rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von nur noch 1,6 Prozent und für 2023 mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. Die Inflation soll in diesem Jahr bei 8,1 Prozent und im nächsten bei 9,3 Prozent liegen. Schwere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erwartet man hingegen nicht.

Rezession Abschwung Verlust Foto iStock anyaberkut

Laut Ifo-Institut ist auch 2023 mit einer hohen Inflation zu rechnen

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Als Grund für die negative Entwicklung nennt das Ifo-Institut die Kürzung der Gaslieferungen aus Russland und die daraus resultierenden drastischen Preissteigerungen. "Erst 2024 erwarten wir eine Normalisierung mit 1,8 Prozent Wachstum und 2,5 Prozent Inflation", sagte Ifo-Konjunktur-Experte Timo Wollmershäuser.

Im Vergleich zum Juni senkt das Ifo-Institut seine Wachstumsprognose für 2023 um 4,0 Prozentpunkte und erhöht die Inflationsprognose um 6,0 Prozentpunkte. Die Energieversorger passten vor allem zu Jahresbeginn 2023 ihre Strom- und Gaspreise spürbar an die hohen Beschaffungskosten an. Das werde die Inflationsrate im ersten Vierteljahr auf etwa elf Prozent hochtreiben. Damit gingen die realen Haushaltseinkommen kräftig zurück und die Kaufkraft sinke spürbar. Das dritte Entlastungspaket der Regierung dürfte diesem Rückgang zwar etwas entgegenwirken, ihn aber bei weitem nicht ausgleichen.

"Der Kaufkraftverlust, gemessen am Rückgang der realen Pro-Kopf-Löhne in diesem und im kommenden Jahr um jeweils etwa 3 Prozent, ist so hoch wie nie zuvor seit dem Beginn der heutigen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahre 1970", so Wollmershäuser. Im weiteren Verlauf des kommenden Jahres schwäche sich der Preisanstieg allmählich ab. Dabei nimmt das Ifo-Institut an, dass im Winter genügend Gas zur Verfügung steht. Deshalb sollten die Energiepreise nicht weiter steigen und spätestens ab dem Frühjahr 2023 wieder sinken.

Schwere Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt erwartet das Ifo-Institut nicht. Der Beschäftigungsaufbau werde sich nur vorübergehend verlangsamen. Der Anstieg der Arbeitslosen um gut 50.000 Personen im kommenden Jahr gehe vor allem auf den sprunghaften Anstieg der arbeitslosen ukrainischen Staatsbürger im Sommer 2022 zurück, die nur allmählich in den Arbeitsmarkt integriert würden.

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