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15. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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Iserlohe startet Petition wegen Insolvenzantragspflicht

Dorint-Aufsichtsratschef Dirk Iserlohe hat eine Petition beim Bundestag eingereicht, mit dem Ziel, die Insolvenzantragspflicht wegen dauerhafter Überschuldung schnellstmöglich aufzuheben. Die in der Coronakrise gewährten Staatskredite seien in dieser Hinsicht ein Trojanisches Pferd und würden viele Unternehmen in die Insolvenz treiben.

Justitia

Dirk Iserlohe setzt sich für eine Novellierung des Insolvenzrechts ein

Laut Iserlohe hätten viele mittelständische Unternehmen wegen pandemiebedingter Umsatzausfälle Staatskredite aufnehmen müssen. Dies führe dazu, dass zahlreiche Firmen in der Bilanz für das Jahr 2020 und die Folgejahre ein negatives Eigenkapital ausweisen würden. Eine Insolvenz sei dann unvermeidbar.

Iserlohe sieht in der Zahlungsunfähigkeit das wesentliche Merkmal einer Insolvenz und nicht in der technischen Überschuldung. Zudem kritisiert er eine Schlechterstellung deutscher Unternehmen im Vergleich zu anderen Firmen in der EU: In Ländern wie Frankreich, Spanien und Italien gebe es den Tatbestand der Insolvenz wegen dauerhafter Überschuldung überhaupt nicht.

Da seine Offenen Briefe an Politiker bisher alle unbeantwortet geblieben seien, habe er jetzt die Form einer Petition gewählt, sagt Iserlohe. Wenn sich dieser 50.000 Personen anschlössen, sei der Bundestag gezwungen, sich mit seinem Anliegen auseinanderzusetzen. Die Petition ist auf der Homepage des Bundestages veröffentlicht worden.

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