Konsumklima ächzt schwer unter dem Iran-Krieg
Die Verbraucherstimmung sinkt infolge des Iran-Kriegs im Mai nochmals deutlicher als im April, meldet das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM). Besonders trüben sich die Einkommenserwartungen ein, aber auch die Anschaffungsneigung fällt merklich pessimistischer aus. Die Sparneigung geht leicht zurück, bleibt aber auf hohem Niveau.
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Die Verbraucherstimmung hat sich weiter verschlechtert
Die Einkommenserwartungen der Verbraucher, die bereits letzten Monat deutlich nachgegeben haben, brechen weiter ein. Wie im letzten Monat spielen die abgekühlten Konjunkturerwartungen und die anziehenden Preiserwartungen eine entscheidende Rolle für diese Entwicklung. Eine Langfristanalyse des NIM zeigt: Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft.
"Die Verbraucherstimmung gibt nochmal deutlicher stärker nach als im Vormonat. Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig", so Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM.