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4. Mai 2021 | 18:28 Uhr
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Länder arbeiten an Plänen für Sommerurlaub

Die Bundesländer wollen offenbar am Donnerstag über Öffnungsperspektiven für den Tourismus in Deutschland beraten. Mehrere Länder bereiten unterdessen bereits erste Öffnungsschritte vor, während andere eher mauern.

Deutschland Strand Strandkörbe Ostsee Foto iStock mije_shots

In der Debatte über touristische Öffnungen herrscht Abstimmungsbedarf

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Auf der Konferenz der Chefs der Senats- und Staatskanzleien soll es nach Informationen des Portals "Business Insider" unter anderem um die Möglichkeit bundesweit einheitlicher Regeln für den Tourismus bei Inzidenzen unter 100 gehen. Beschlüsse dazu werde es zwar nicht geben, heißt es laut dem Portal aus einer Staatskanzlei, doch man wolle über eine mögliche gemeinsame Perspektive reden. Bislang gibt es in vielen Bundesländern noch keinen Plan, von welchem Zeitpunkt an und unter welchen Voraussetzungen Hotels, Gaststätten, Ferienwohnungen, Campingplätze und Restaurants wieder öffnen können.

Bayern und Niedersachsen wollen öffnen

Doch einzelne Länder werden ungeachtet dessen bereits aktiv – auch außerhalb der vielbeachteten Modellregionen. So kündigte die niedersächsische Landesregierung am Dienstag an, dass vom kommendem Wochenende Beherbergungsbetriebe öffnen dürfen. Der Haken: Die Regelung gilt zunächst für drei Wochen und übernachten dürfen nur Besucher aus Niedersachsen. Die Gastronomie soll zunächst draußen und zwei Wochen später auch drinnen wieder öffnen können. Dann gilt wie bei Hotels und auf Campingplätzen eine Auslastungsgrenze von 60 Prozent und eine Sperrstunde um 23 Uhr.

Bayerns Regierungschef Markus Söder will zum Pfingstwochenende Tourismus in seinem Freistaat wieder erlauben. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Corona-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen. Details dazu sind noch unklar.

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zögern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat sich nach Informationen der Nachrichtenagentur "DPA" für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. Zugleich dämpfte er die Erwartungen. "Ich bin da im Moment noch verhalten optimistisch", sagte er. Denn Tourismus sei auch mit mehr Verkehr von der Bahn bis zu Flügen verbunden. Wenn alles gut laufe, spielten "touristische Angebote auch in Berlin zum Sommer hin wieder eine Rolle".

Betont defensiv bleibt die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern. Sie erlaubt gerade einmal vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Zu weiteren Lockerungen für den Tourismus oder die Gastronomie konnte sie sich nicht durchringen. Touristische Übernachtungen, etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben damit untersagt. Dies Corona-Landesverordnung gelte bis zum 22. Mai, etwa eine Woche vorher werde das Kabinett über mögliche Änderungen beraten, heißt es.

Kein bundesweiter Plan für Mai

Auch im Bund nimmt der Druck zu, angesichts der nahenden Sommerferien der Tourismusbranche eine Perspektive zu öffnen. Man halte in Regierungskreisen Öffnungen von Hotels und Gaststätten für Geimpfte für prinzipiell sinnvoll, allerdings nicht mehr im Mai, sondern frühestens ab Mitte Juni, wenn die bisherige Impfquote weiter gestiegen sei und dann allen Deutschen ein Impfangebot gemacht werden könne, will "Business Insider" erfahren haben.