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17. März 2026 | 17:24 Uhr
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Nach Trennung von Sabre will Aven Hospitality durchstarten

Nach dem Verkauf der Hospitality-Sparte von Sabre für rund eine Milliarde Euro will der neue Eigentümer TPG mit der neu geschaffenen Marke Aven Hospitality auch auf dem deutschen Markt angreifen. Claudine Garner (Foto), Head of Commercial EMEA, erklärt im Gespräch mit Hotel vor9, wie der PMS-Anbieter hierzulande neue Hotels gewinnen will.

Aven Hospitality

Claudine Garner, Head of Commerical EMEA bei Aven Hospitality,  ist das Gesicht Richtung Markt

Aven Hospitality ist neu, das Geschäft dahinter aber nicht. Der Anbieter ist aus der früheren Sabre-Sparte Hospitality Solutions hervorgegangen, die 2025 an den Investor TPG verkauft wurde. Seit Anfang dieses Jahres läuft nun das Geschäft unter dem Namen Aven. 

Für Hoteliers ist dabei weniger der Markenwechsel entscheidend als die Frage, wofür die Plattform genutzt wird: nämlich für den digitalen Vertrieb. Das zentrale Produkt des Unternehmens bleibe weiterhin unter dem Namen Synxis bestehen, versichert Claudine Garner. Es umfasst unter anderem das zentrale Reservierungssystem, die Buchungsmaschine, die Steuerung von Raten und Verfügbarkeiten sowie die Anbindung an OTAs, GDS und weitere Vertriebspartner. Weltweit arbeiten nach Unternehmensangaben rund 35.000 Hotels mit der Technik.

Auf der ITB zeigt man mit einem großen Messestand erstmals Präsenz

Jetzt aber soll der deutsche Markt stärker in den Fokus rücken. Ein sichtbares Signal war der erste Messeauftritt unter der neuen Marke auf der ITB in Berlin. Dort wollte sich das Unternehmen nicht nur mit neuem Namen zeigen, sondern auch deutlich machen, dass Deutschland auf der Prioritätenliste weiter nach oben rückt. Garner will den Kontakt zum hiesigen Markt verbessern: Sie sieht hierzulande vor allem Chancen bei Häusern, die professioneller verkaufen wollen, aber nicht zwingend zu den ganz großen internationalen Konzernen gehören. "Für uns sind mittelgroße Hotels genauso interessant wie Kettenhotels", sagt Garner. 

QR Reservations bleibt wichtiger Vertriebspartner für Deutschland

Beim Marktzugang wird Aven auch weiterhin auf die bestehende Partnerschaft mit Quality Reservations (QR) zurückgreifen. Das Unternehmen von Carolin Brauer gilt als wichtiges Bindeglied in den deutschsprachigen Markt und verschafft dem Unternehmen Nähe zu Häusern, die QR bereits aus Vertrieb und Beratung kennen. Daran solle sich auch nicht ändern, versichert Garner.

Doch auch in Bezug auf den Direktvertrieb baut Aven die Präsenz in Deutschland aus. Nach Angaben von Garner sind künftig sechs Mitarbeiter für den Vertrieb in Deutschland zuständig. Hinzu kommen Standorte in Frankfurt und Berlin. "Wir bauen unsere Präsenz in Deutschland aus und wollen für Hoteliers vor Ort ansprechbarer werden", sagt Garner. Aktuell finden diese auf der Webseite des globalen Unternehmens aber noch keine deutschen Ansprechpartner oder sonstigen spezifischen Hinweise zu einer möglichen Zusammenarbeit. Wer weitere Informationen wünscht, kann diese lediglich über ein Kontaktformular erbitten.

Pascal Brückmann

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