Der starke Dollar und Donald Trump könnten das Geschäft mit USA-Reisen aus Deutschland im nächsten Jahr schwächen, fürchtet die Vermarktungsorganisation Brand USA. 1,07 US-Dollar erhalten Reisende in den Vereinigten Staaten derzeit für ihren Euro. Das sind 32 US-Cent weniger als im Frühling 2014; dementsprechend beträgt der währungsbedingte Preisanstieg für USA-Urlauber in den vergangenen zweieinhalb Jahren rund 30 Prozent. Dass diese Entwicklung die Reiseströme aus Deutschland im nächsten Jahr beeinträchtigt, glaubt auch die Touristik-Marketing-Organisation der Vereinigten Staaten, Brand USA. "Wir werden 2017 kräftigen Gegenwind erhalten, und der wichtigste Faktor dabei ist die Währung", zitiert das US-Fachmagazin „Skift“ die Chef-Marktforscherin von Brand USA, Carroll Rheem. Aber auch einen Trump-Effekt sehen die US-Werber; allerdings ohne ihn explizit zu benennen. Zusammen mit Mexiko habe Deutschland auch am negativsten auf die „politischen Nachrichten aus den USA reagiert“, sagt Rheem, und meint damit wohl die Wahl des umstrittenen Milliardärs zum künftigen US-Präsidenten. Asiaten und Europäer insgesamt hätten im Hinblick auf ihre Reiseabsichten dagegen kaum darauf reagiert. In Deutschland sei es die negative Berichterstattung in den Medien, die das USA-Bild der Reisenden beeinflusst habe.