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26. März 2026 | 19:45 Uhr
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Alexandra Schleunung managt, ihre Tochter ist der Star

Alexandra Schleunung (Foto) wurde ins Hotelleben geboren, hat Hotelmanagement studiert und führt nun in vierter Generation das Hotel Zeller in Kahl bei Aschaffenburg. Für Kontinuität hat sie gesorgt: Ihre kleine Tochter ist im Hotel präsent, wird von jedem geherzt und ist die heimliche Chefin des Hauses. Das Hotel-vor9-Gästebuch stellt die studierte Hotelmanagerin vor.

Hotel Zeller Alexandra Schleunung Inhaberin Foto Hotel Zeller

Alexandra Schleunung ist ein Familienmensch und führt das Hotel Zeller in vierter Generationn

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Im Grunde wollte ich schon als Kind im Hotel arbeiten. Wir wohnen hier im Haus und so bin ich schon immer damit aufgewachsen und hatte viel Spaß dabei. Als Teenager gab es dann aber auch ein paar andere Überlegungen – ob Biochemie oder Jura -, aber am Ende ist die Entscheidung dann wieder auf die Hotellerie gefallen.

Wie sind Sie in die Hotellerie gekommen?
Ich führe unser Hotel in der vierten Generation und wir haben auch immer hier im Hotel gewohnt, sodass ich da reingewachsen bin.

Welche Entscheidung in Ihrem Berufsleben hat Ihre Karriere besonders geprägt?
Während meines Hotelmanagementstudiums habe ich ein sechsmonatiges Praktikum in der Rocco Forte Villa Kennedy gemacht und durfte hier die Eröffnung begleiten. Das war eine sehr besondere Zeit. Ich bin dann auch direkt nach dem Studium zurück in die Villa Kennedy und habe hier einige Jahre gearbeitet. Die Arbeit in diesem Fünf-Sterne Superior Hotel war für mich etwas ganz Besonderes. Es war eine unglaublich anstrengende, aber auch schöne Zeit, die mich sehr geprägt hat.

Wie sieht für Sie das Hotel der Zukunft aus?
Ich weiß gar nicht, ob ich hier so eine richtige Vorstellung habe. Es wird in Zukunft sicher viele Möglichkeiten geben, alles zu automatisieren und Personal einzusparen. Für mich ist das aber nicht die Art von Hotel, die ich liebe. Ich denke einfach, dass das Besondere an Hotels, zumindest an den Hotels, die ich bewundere, die Menschen sind und das wird sich hoffentlich auch in der Zukunft nicht ändern.

Was lieben Sie an Ihrem Job?
Die Abwechslung. Diese Branche bietet einfach so viele Möglichkeiten. Im Service oder an der Rezeption hat man sicher extrem viel Gästekontakt. Wer es etwas ruhiger mag, findet aber ebenso seinen Platz, ob in der Buchhaltung, in der Reservierung oder oder oder.

Was nervt Sie am meisten?
Ungerechtfertigte, schlechte Rezensionen. Es ist toll, dass heute jeder seine Meinung sagen kann. Aber manchmal kommt es natürlich vor, dass sich jemand ärgert und dem Gegenüber dann eins auswischen will. Das ist mit einer schlechten Rezension natürlich leichtgetan. Mir ist völlig klar, dass das dazu gehört, aber mich nervt besonders, wie sehr einen das verletzen kann. Ich führe das Hotel jetzt in vierter Generation, meine Eltern haben hier unglaublich viel Arbeit und Herzblut reingesteckt und so nehme ich solche Sachen leider oft zu persönlich

Was kann die Hotellerie in Deutschland von Kollegen im Ausland lernen?
Mehr Selbstbewusstsein, auch was die Preise angeht.

Was war Ihr prägendstes Erlebnis in einem Hotel?
In habe zwei Hoteleröffnungen mitmachen dürfen, die Rocco Forte Villa Kennedy in Frankfurt und das Louis Hotel in München. Das waren auf jeden Fall sehr prägende Erlebnisse.

Ein Jahr Auszeit – was würden Sie machen?
Das Leben mit der Familie genießen. Da mein Mann und ich beide voll arbeiten und wir eine kleine Tochter haben, bleibt nicht allzu viel Zeit übrig. Ich könnte mir vorstellen, vielleicht ein kleines Haus in Italien zu mieten und einfach die Zeit als Familie zu genießen.

Wie schalten Sie ab?
Bei der gemeinsamen Zeit mit meiner Familie, bei einem schönen Essen mit gutem Wein und auch einfach auch der Couch.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Bei mir liegt immer ein Krimi oder Thriller auf dem Nachttisch. Aktuell lese ich Minnesota von Jo Nesbo.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?
Mein letzter Kinobesuch ist schon so lange her, dass ich es gar nicht mehr weiß.

Ihr Lieblingsessen?
Generell Pasta oder Sushi und die selbstgemachte Pizza meines Mannes.

Wohin geht’s im nächsten Urlaub?
An den Tegernsee. Meine Mutter hat dort ein Haus und wir verbringen dort gerne unsere freie Zeit. Gerade mit Hund und kleinem Kind ist das perfekt. Nicht zu weit weg und wir haben die Berge und den See. Der perfekte Ort zum Entspannen.

Wen würden Sie gerne mal treffen und warum?
Da kann ich jetzt gar keine Person nennen. Es gibt so viele interessante Persönlichkeiten.

Wie und wo wollen Sie alt werden?
Im Grunde hier, wo ich bin. Mein Mann und ich sind hier in unserem Ort sehr eingebunden, haben einen tollen Freundeskreis, meine Mutter wohnt hier. Ich freue mich, dass meine Tochter auch hier aufwächst und eigentlich will ich hier auch alt werden. Aber das Wichtigste ist für mich, meine Familie bei mir zu haben, dann ist der Ort im Grunde nebensächlich.

Alexandra Schleunung ist im elterlichen Hotel Zeller in Kahl aufgewachsen, hat Hotelmanagement studiert und unter anderem für Rocco Forte in der Villa Kennedy in Frankfurt und im Louis Hotel in München gearbeitet. Heute führt sie das eigene Haus mit 86 Zimmern, einem Tagungsbereich, einem Restaurant und einer Weinbar. Sie ist ein Familienmensch und diese Einstellung spürt man in der Atmosphäre des Hotels. 

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