Hotelverband mahnt EU zu härterem Vorgehen gegen Google
Zwei Jahre nach Beginn des EU-Verfahrens gegen Google drängen Verbände von Hotellerie, Airlines und Bahn auf eine konsequente Durchsetzung des Digital Markets Act. Weil die EU‑Regeln bislang nicht konsequent umgesetzt werden, leiden Sichtbarkeit, Wettbewerb und Planungssicherheit, vor allem der kleinen und mittleren Hotels.
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Mehrere Branchenverbände fordern die EU hinsichtlich der Durchsetzung des Digital Markets Act zum Handeln auf
Eine breite Allianz aus Hotellerie-, Airline- und Bahnverbänden fordert die EU-Kommission auf, die Regeln des Digital Markets Act (DMA) endlich konsequent gegenüber Google durchzusetzen. Hintergrund ist das laufende Verfahren wegen mutmaßlicher Nicht‑Einhaltung von Artikel 6 (5), der insbesondere keine Bevorzugung eigener Google-Inhalte und eine faire Sichtbarkeit und Darstellung anderer Anbieter in der Google‑Suche sicherstellen soll.
Trotz Gesprächen gibt es kein Ergebnis
Mehr als drei Jahre nach Inkrafttreten des DMA und trotz intensiver Gespräche gebe es laut den Verbänden weiterhin keine wirksame Umsetzung. Hotels und andere touristische Anbieter litten unter sinkender Sichtbarkeit, unklaren Ranking‑Mechanismen und fehlender Planungssicherheit. Besonders kleine und mittlere Betriebe seien auf faire digitale Marktbedingungen angewiesen, um Gäste ohne Benachteiligung erreichen zu können.
Verbände fordern Durchsetzung der EU-Regeln
Die Verbände fordern daher schnelle, klare und praxistaugliche Maßnahmen, die den Wettbewerb stärken, Transparenz schaffen und Verbrauchern tatsächliche Wahlmöglichkeiten bieten. Nur eine entschlossene Durchsetzung könne das ursprüngliche Ziel des DMA, nämlich faire Bedingungen für alle Marktteilnehmer, wirksam erreichen.