Dehoga Bayern kritisiert NGG wegen Knauserei-Vorwurf
Der Dehoga Bayern weist die Kritik der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), dass viele Wirte beim Lohn knausern würden, zurück. "Von einem Tarifpartner erwarten wir Unterstützung bei unserem Kampf für mehr Netto vom Brutto statt ständiger Nestbeschmutzung", so Landeschef Thomas Geppert. Er verweist auf die seit 2022 stark gestiegenen Kosten.
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Der Dehoga Bayern hält den NGG-Vorwurf der Lohnknauserei für überzogen
"Im europäischen Vergleich haben wir in Deutschland mit die höchsten Bruttolöhne bei gleichzeitig den niedrigsten Nettolöhnen" sagt Geppert. Seit 2022 seien die Arbeitskosten um 34 Prozent, Energiekosten um 27 Prozent und Lebensmittelpreise um 26 Prozent gestiegen. "Die sieben Prozent sind kein Geschenk – sie sind für viele Betriebe der letzte Rettungsring", sagt der Dehoga-Landesgeschäftsführer.
Rückkehr zu 19 Prozent zahlten die Betriebe zum Teil aus der eigenen Tasche
Geppert weist darauf hin, dass nach der Erhöhung von 7 auf 19 Prozent Anfang 2024 die Preise in der Gastronomie nur um 6,6 Prozent gestiegen seien. "Viele Wirte haben die Mehrbelastung aus eigener Tasche bezahlt – trotz Kostenlawine", sagt Geppert. Laut aktueller Dehoga-Umfrage liegen Lohnsteigerungen auf Platz eins der Nennungen auf die Frage, mit welchen Maßnahmen Wirte auf die Senkung der Mehrwertsteuer bei Speisen auf sieben Prozent reagieren wollen.