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28. Juli 2021 | 07:00 Uhr
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"Die Gastlichkeit in Deutschland ist in Gefahr"

Alexander Aisenbrey, Vorsitzender des Vereins Fair Job Hotels, fordert eine Reform der Ausbildung in der Hotel- und Gastrobranche sowie mehr Wertschätzung für das Personal. Die Branche leide unter einem gravierenden Personalmangel. Er nimmt dabei die eigene Klientel in die Pflicht uns meint: "Das Problem ist hausgemacht."

Fair Job Hotels Alexander Aisenbrey Foto Fair Job Hotels

Alexander Aisenbrey geht mit der eigenen Branche hart ins Gericht

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Die Branche habe sich selbst sehenden Auges in diese Krise manövriert. Eine qualitativ hochwertige und zeitgemäße Ausbildung sowie die Wertschätzung der Mitarbeiter sei über die Jahre vernachlässigt worden, sagt Aisenbrey. Und weiter: "Das Ringen um gutes Personal und die Pflege der Mitarbeiter wurde zu wenig beachtet.“ Im Vergleich zu anderen Branchen gebe die Hotellerie und Gastronomie in diesem Bereich ein schlechtes Bild ab. Dies räche sich nun. "Die Krise, die wir jetzt erleben, war absehbar. Sie wurde jedoch jahrzehntelang wegignoriert", so Aisenbrey.

Der Standard werde bundesweit heruntergefahren

Der Arbeitskräftemangel habe sich zum größten Problem für Hoteliers und Gastronomen entwickelt. Allein in Baden-Württemberg sind nach Angaben der dortigen Landesregierung nach der Coronakrise nur 65 Prozent der möglichen Stellen besetzt. Die Folge: Hotels und Restaurants reduzieren Speisekarten und Servicezeiten, in Hotels werde das Angebot heruntergefahren. Dieses Bild sei deutschlandweit zu beobachten. Zudem brauche es eine bessere Bezahlung, sowie flexiblere und attraktivere Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle.

Aisenbrey empfiehlt Handeln statt Jammern

"Es ist nicht die Zeit des Jammerns, sondern des Handelns", fordert Aisenbrey. Es sei falsch, die Schuld bei anderen zu suchen oder allein nach der Politik zu rufen. Die derzeitige Krise müsse als „eine Riesenchance“ verstanden werden. Handeln müsse die Branche selbst. Nötig sei vor allem, die Ausbildung zu erneuern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr wertzuschätzen. Verbände, Organisationen, Politik und Betriebe müssten bereit sein, die Ausbildung zu modernisieren und gerade für junge Menschen sowie für Quereinsteiger attraktiver zu machen.

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